Ochtrup
Gentechnik birgt Gefahren

Mittwoch, 26.08.2009, 18:08 Uhr

Ochtrup . „Ich bin nicht nur Landwirt, sondern auch Gastgeber“, scherzte Willi Rensing , Landwirt aus der Wester. An seiner Hofeinfahrt hatte er eine Schautafel zum Thema Gentechnik auf dem Acker aufgebaut. Unter dem Dach der Schautafel gab es außerdem ein „Insektenhotel“, das einladend auf heimische Insekten wirken soll.

Im Rahmen ihrer sommerlichen Radtour traf die Ochtruper SPD mit Bürgermeisterkandidat Kai Hutzenlaub und der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer jetzt auf diese Schautafel. Auf Anfrage erklärte Rensing, er halte Gentechnik im medizinischen Bereich für richtig. „Aber Gentechnik auf dem Acker? Nein!“, so der Landwirt nachdrücklich.

Die Argumente gegen Gentechnik seien vielfältig. So bestehe die Gefahr von Allergien durch genveränderte Eiweißmoleküle in Lebensmitteln. Der Pollenflug auf herkömmliche Kulturen sei unvermeidbar und die Abhängigkeit von nur einem Großkonzern bei der Bereitstellung von Saatgut zu groß. Dies bewirke erhöhte Kosten für Landwirte und Verbraucher.

„Die Haftung für Gesundheits- und andere Schäden bleiben beim Landwirt“, machte Rensing deutlich. Kai Hutzenlaub ergänzte, dass man im Labor Genveränderungen beherrschen könne, auf den Feldern jedoch nicht.

Mit den Politikern war Willi Rensing sich einig: die Gentechnik dürfe im Lebensmittelbereich nicht „untergeschoben“ werden.

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