Ochtrup
Gaumenfreude und etwas Geschichte

Sonntag, 13.09.2009, 19:09 Uhr

Ochtrup . „Sehen sie sich hier um. Sie sind an einem der schönsten Orte Ochtrups.“ Bürgermeister Franz-Josef Melis weist mit einer ausholenden Bewegung um sich. Ein paar Blätter rieseln von den Bäumen rund um den alten Posthof . Doch das tut der Betrachtung des 411 Jahre alten Gebäudes keinen Abbruch. Heute ist sein Tag, der bundesweite Tag des offenen Denkmals – diesmal unter dem passenden Motto „Historische Orte des Genusses“. Knapp 40 Besucher haben sich am Sonntagmorgen im Garten des Alten Posthofs eingefunden, um das Fachwerkhaus und seine Geschichte kennen zu lernen. Erzählen kann diese Geschichte Denkmalpflegerin Brigitte Helmes-Reuter . Ausgestattet mit Zeichnungen, Fotos und Bildern erklärt sie ihren Zuhörern, wie ein Fachwerkhaus aufgebaut ist und was die Besonderheit des Alten Posthofs ausmacht.

„Der Hof stand ursprünglich am südlichen Rand Welbergens“, weiß Expertin Helmes-Reuter. Etwa an dieser Stelle befindet sich heute die Tierarzt-Praxis Reckels. Um das marode Gebäude zu retten, habe die Bertha-van-Heek-Stiftung den Hof 1966 abgebaut und hier, am Schloss Welbergen wieder errichten lassen. „Höfe zu versetzen war im Laufe der Geschichte übrigens gar keine Seltenheit“, erzählt die Denkmalpflegerin. Oft sei Bräuten ein Gebäude als eine Art Mitgift mitgegeben worden.

Brigitte Helmes-Reuter äußert sich zur Konstruktion des alten Gebäudes und erklärt die Besonderheit der so genannten Kopfbänder. Vorwiegend seien diese in der älteren Fachwerkgeneration zu finden, so die Expertin. Einem Applaus für die Frau von der Oberen Denkmalbehörde folgt ein Auftritt der Leineweberkinder. Den Schlusspunkt setzt das Denkmal selbst. Mit ein paar Gaumenfreuden aus der Küche des alten Posthofs Und die kommen nicht historisch daher, sondern frisch und lecker.

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