Ochtrup
Neues Pflaster ohne Stolperfallen

Freitag, 09.10.2009, 11:10 Uhr

Ochtrup . Der Platz, auf dem sich Bahnhofstraße, Marktstraße, Töpferstraße und Horststraße treffen, hat eine Schönheitsoperation nötig. Das fanden auch die Studenten der Universität Dortmund, die Ochtrups Innenstadt analysiert haben. Jetzt plant die Stadtverwaltung, diesen Bereich umzugestalten. Ihre Ideen stellten der Erste Beigeordnete Kai Uffelmann und Bauamtsleiter Ulrich Koke am Donnerstagabend auf einer Bürgerversammlung Anwohnern und Mitgliedern der im Rat vertretenen Parteien vor.

Angelehnt an die studentischen Ideen erklärte Koke, wie der Platz demnächst aussehen könnte: Die vier Parkplätze vor der Provinzial-Versicherung sollen wegfallen und durch je zwei Parkbuchten an der Töpferstraße und Horststraße ersetzt werden. Die Töpferstraße soll für den Verkehr in beide Richtungen geöffnet werden. „Wegen der Undurchlässigkeit gibt es an der Töpferstraße Probleme mit der Vermietung an Gewerbetreibende“, nannte Koke den Grund dieser Überlegungen. Doch das sahen einige Anwohner skeptisch. „Ist denn da noch die Sicherheit gewährleistet?“, gab Julia Hillejan-Beckmann zu bedenken. Besonders gefährdet sah sie die Kunden, die aus der angrenzenden Bäckereifiliale Voss kommen.

Kai Uffelmann wies auf Studien hin, die beim Thema Sicherheit herangezogen worden waren. Es sei erwiesen, dass die geplante Rechts-vor-links-Regelung die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhe. Hajo Steffers ( CDU ) plädierte für die städtischen Pläne: „Es spricht alles dafür, diesen Bereich zu öffnen. Wenn wir es nicht tun, fördern wir den Leerstand.“

Auch die Pflasterung war ein Thema der Versammlung. „Momentan ist das da eine Stolperfalle besonders für ältere Passanten. Es ist schon oft jemand gestürzt“, bemerkte ein langjähriger Anwohner. Christa Lenderich (CDU) wies darauf hin, dass dieser Bereich aufgrund der umliegenden Altenwohnungen häufig von Senioren frequentiert werde. Die Fläche müsse im Gegensatz zur jetzigen Situation ebenerdig sein, damit sich Passanten mit Rollator oder Kinderwagen dort problemlos bewegen könnten.

Ulrich Koke erklärte, man habe für die Pflasterung einige Möglichkeiten ausgelotet. Er hielt ein „Rumpelpflaster“ für sinnvoll. Damit habe man auch den Bahnhofsplatz gestaltet und gute Erfahrungen gemacht.

Der Brunnen zwischen der Bäckerei Voss und dem Modegeschäft CeDe bleibt unangetastet. Er würde sich in die neue Architektur des Platzes einfügen. Jürgen Bode (CDU) regte schließlich noch an, die gelbe Telefonzelle zu entfernen. „Die ist nicht mehr zeitgemäß und würde nicht in das neue Umfeld passen“, meinte er.

„Wir werden dem Ausschuss über die Pläne und die heutigen Anregungen berichten. Danach müssten die Träger öffentlicher Belange gehört werden. Und dann könnten wir zeitnah an die Ausschreibungen gehen und mit der Maßnahme beginnen“, erklärte Kai Uffelmann. Für die Pflasterung ist ein Kostenrahmen von maximal 25 000 Euro angedacht. Hinzu kämen diverse Elektroarbeiten, für die die Verwaltung noch zusätzliche 20 000 Euro einplant.

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