Ochtrup
Wechsel an der VHS-Spitze zum Jahresende: Dahl geht, Klävers rückt auf

Donnerstag, 24.06.2010, 18:06 Uhr

Ochtrup - Wechsel auf dem Chefsessel des Volkshochschul-Zweckverbandes: Der langjährige Direktor Guido Dahl geht zum 1. Dezember mit Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren in den Ruhestand. Dann übernimmt sein bisheriger Stellvertreter Bernd Klävers die Leitung der VHS . Auf diese Nachfolgeregelung einigte sich die Verbandsversammlung am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung, die keine 15 Minuten dauerte.

„Wir hatten das Ganze natürlich im Vorfeld schon besprochen. Dennoch war die offizielle Absegnung durch das Gremium erforderlich. Für die Fördermittel, die die VHS bekommt, ist es erforderlich, eine kontinuierliche pädagogische Leitung nachzuweisen“, teilte Helmut Brüning am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung mit. Der Metelener Bürgermeister ist zurzeit Vorsitzender der Verbandsversammlung. Neben Metelen gehören Ochtrup, Neuenkirchen und Wettringen zum VHS-Zweckverband. Die Einigung auf Klävers sei einstimmiger Tenor in der Runde gewesen, berichtete Brüning weiter.

Er und seine Kollegen haben auch die personelle Besetzung der Volkshochschulverwaltung im Blick. „Uns ist bewusst, dass dort künftig eine volle Stelle fehlt. Wir haben uns darauf verständigt, bis zu den Haushaltsberatungen zu überlegen, wie das aufgefangen werden kann“, steckte der Metelener Bürgermeister den Zeitrahmen ab.

Eine mögliche Fusion mit einer anderen Volkshochschule war in der Verbandsversammlung am Mittwoch kein Thema. Im vergangenen Jahr hatte es dazu - wie berichtet - Gespräche mit der VHS in Steinfurt gegeben. Die wurden jedoch vor einigen Monaten auf Eis gelegt. „Und da liegen sie gut“, meinte Brüning. Die Verbandsversammlung will nun erst mal in aller Ruhe den Wechsel an der Spitze abwarten. „Wir glauben, dass wir für die Zukunft gut aufgestellt sind und eine Fusion so schnell kein Thema sein wird“, sagte der Metelener Bürgermeister.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die VHS nicht um weitere Kostensenkungen bemüht. „Wo es möglich ist, arbeiten wir auch mit anderen Volkshochschulen zusammen und nutzen Synergieeffekte“, betonte Brüning. Vor allem mit den Volkshochschulen in Rheine und in Steinfurt gebe es in diesem Bereich eine enge Kooperation. „Warum soll man nicht beispielsweise hier verstärkt Sportangebote machen und dort den Fokus auf Sprachen legen - oder umgekehrt“, meinte der Metelener Verwaltungschef.

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