Ochtrup
Endspurt für die Leineweber

Dienstag, 31.08.2010, 23:08 Uhr

Ochtrup - Der Countdown läuft. In zehn Tagen, am 11. September (Samstag), erlebt die Leineweberhochzeit eine Neuauflage - nach der Premiere 2003. Tausende Besucher erwartet der Arbeitskreis Heimatkunde an dem Tag in Och-trup. Mit Hochdruck arbeiten die vielen ehrenamtlichen Helfer zurzeit an den letzten Vorbereitungen.

40 Hüte hat Agnes Bode in den vergangenen Monaten angefertigt, 30 neue Kleider für die Leineweberkinder genäht, weil aus den Steppkes von einst inzwischen junge Damen geworden sind. Hier und da muss noch eine Spitze angebracht werden, ansonsten sind die Trachten und Kostüme fertig. „Ohne die Unterstützung der zahlreichen Frauen aus dem Arbeitskreis wäre das nicht zu schaffen gewesen“, betont Agnes Bode. Einen kurzen Moment des Schreckens erlebte sie am Wochenende: Teile der Trachten lagerten im Spieker in Langenhorst. „Glücklicherweise ist dort aber alles trocken geblieben“, berichtet Egon Bode , Vorsitzender des Arbeitskreises Heimatkunde.

Über 400 Teilnehmer haben sich bei ihm für die „Hochzeit des Jahres“ angemeldet. „Das wird wieder ein imposanter Zug“, ist Egon Bode überzeugt. Zum Auftakt findet um 13.30 Uhr die standesamtliche Zeremonie an der Marienkirche statt, gefolgt von einem ökumenischen Gottesdienst. Danach startet der Festzug mit dem Leineweberpaar - dargestellt von Lisa Schneider und Tobias Konert - sowie deren Gästen durch die Innenstadt. Bevor die Festgesellschaft gegen 17.30 Uhr die Stadthalle erreicht, präsentiert sie sich an der Lambertikirche. „Dort wird getanzt, die Besucher können sich die Trachten ansehen, und zwar in aller Ruhe. Denn diesmal lassen wir uns dabei mehr Zeit“, kündigt Egon Bode an. Das letzte Stück des zweiten Umlaufs durch die Weinerstraße zur Lambertikirche werden alle zu Fuß zurücklegen. Die Kutschen sind aus Sicherheitsgründen dann nicht mehr dabei. Über die Berg-/Bültstraße legt die Hochzeitsgesellschaft anschließend die letzten Meter bis zur Stadthalle zurück.

„Dort gibt es einen kurzen offiziellen Teil mit ein paar Reden und Grußworten“, kündigt Klaus Tömmers, Vorsitzender des Heimatvereins, an. Und Christian Engelmann von der Stadt Ochtrup ergänzt: „Der Abend soll eine Feier für alle werden, jeder ist eingeladen mitzumachen.“ Das Sitzplatzkontingent in der Halle ist zwar begrenzt und während des offiziellen Teils für die Teilnehmer des Festzuges sowie die Ehrengäste reserviert, doch sowohl im Foyer als auch draußen vor der Halle gibt es Essens- und Getränkestände. Serviert werden zur Leineweberhochzeit passende Münsterländer Spezialitäten. Das Geschehen in der Halle, zu dem auch ein Holzschuhtanz der Leineweberkinder und der Schleiertanz des Brautpaares gehören, wird über Lautsprecher auf das Außengelände übertragen.

Die Stadt Ochtrup hat den Weg des Festzuges auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Dort findet sich auch eine Übersicht der Parkplätze, die für die Besucher der Leineweberhochzeit zur Verfügung stehen. Egon Bode appelliert jedoch an die Ochtruper, möglichst mit dem Fahrrad oder zu Fuß in die Innenstadt zu kommen: „Dann können die auswärtigen Besucher die Parkplätze nutzen.“

Was wäre eine traditionelle Hochzeit im Münsterland ohne Rosen? 10000 davon haben zahlreiche Gruppen in den vergangenen Monaten hergestellt. Am 9. September (Donnerstag) ist die ganze Bevölkerung eingeladen, sich am Schmücken der Innenstadt zu beteiligen. Die Wandergruppe koordiniert das Ganze, Treffpunkt ist um 16 Uhr die Marienkirche. Der Schützenverein Weiner, zu dem der Bräutigam gehört, sorgt für das Grün.

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