Ochtrup
Freie Wähler mischen seit 500 Tagen im Rat mit

Samstag, 02.04.2011, 11:04 Uhr

Ochtrup - Einiges haben sie bereits erreicht, vieles noch vor - das ist das Fazit der Freien Wähler Ochtrup (FWO) nach 500 Tagen im Rat der Stadt. „Es gibt Themen, die ohne uns nicht angefasst worden wären“, zeigte sich der Fraktionsvorsitzende Jörn Oberndörfer beim Pressegespräch am Freitag überzeugt. Als Beispiele nannte er die Einrichtung der Wirtschaftsförderer-Stelle, das Stadtentwicklungskonzept, die Rathausanalyse vor dem Hintergrund Sanierung oder Neubau sowie die neuen Parkplätze am Langenhorster Kindergarten.

Jenseits von Themen steht für Oberndörfer vor allem eines fest: „Die politische Landschaft hat sich mit der letzten Kommunalwahl verändert. Die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen ist lebhafter und bunter geworden.“ Die Resonanz in der Bevölkerung zeige, dass sich heute mehr Menschen von der Kommunalpolitik mitgenommen fühlten. „Blockbildungen sind durch die veränderten Mehrheitsverhältnisse im Rat nicht mehr so möglich wie früher. Das ist gut so, und deshalb sind wir bewusst keine Koalition eingegangen“, ergänzte die stellvertretende FWO-Vorsitzende Claudia Fremann .

Als Vorteil für eine bürgernahe Politik sehen die Freien Wähler die wenig homogene Struktur in ihren Reihen an. „Da ist alles dabei - von grün bis erzkonservativ. Das befruchtet die Diskussionen und eröffnet Sichtweisen aus vielen unterschiedlichen Blickwinkeln“, betonte der designierte FWO-Vorsitzende Michael Reidegeld.

Neben ihrer 500-Tage-Bilanz gaben die FWO-Vertreter auch einen Ausblick darauf, was sie sich für die Zukunft vorgenommen haben. Spätestens ab Juni wollen sie an jedem ersten Donnerstag im Monat auf dem Wochenmarkt vertreten sein, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, Ideen, aber auch Kritik aufzunehmen. Zudem wollen sie einen Tag der Vereine ins Leben rufen. „Und wir werden das Thema Schulmediothek weiter verfolgen. Das war eines unserer großen Wahlkampfthemen, das geht uns zu schleppend voran“, so Oberndörfer.

Mit dem Abstand von 500 Tagen würden die FWO hier und da etwas anders machen. „Die erste Zeit war sicher nicht unproblematisch. Über einige Anträge hätten wir besser im Vorfeld noch intensiver diskutiert und uns auch informiert. Daraus haben wir gelernt und beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Verwaltung verbessert“, übte Fremann Selbstkritik. „Wir hatten uns im Wahlkampf einfach so viel vorgenommen, dass wir innerhalb eines Jahres alles verändern wollten“, meinte Reidegeld. Und schmunzelnd fügte er hinzu: „Vielleicht schaffen wir das ja in fünf Jahren.“

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