Radmarathon Burning Roads
Pannen, Stürze und Regen trüben die Bilanz

Ochtrup. 320 Kilometer liegen hinter ihnen, als sie am Samstagabend auf die Professor-Gärtner-Straße einbiegen. Die 100 Teilnehmer des Radmarathons Burning Roads fuhren an einem Tag über die niederländische Grenze nach Deventer und Zwolle sowie Coevorden und zurück nach Ochtrup. Zahlreiche Reifenpannen, Regen und zwei Stürze trübten die Bilanz der fünften Auflage der Tour...

Sonntag, 26.06.2011, 00:06 Uhr

Ochtrup . Die Töpferstadt am Samstag sehr früh, um präzise zu sein: Es ist 1.45 Uhr. In der Professor-Gärtner-Straße sind die Ersten auf dem Heimweg vom abendlichen Partymarathon. Doch am Radhaus Krechting scheint noch was los zu sein: Dort steht ein Marathon ganz anderer Art an. Eine fahrradbehelmte Menschentraube hat sich eingefunden. Es ist der Auftakt zu den „Burning Roads“. Seit 2007 lassen die Teilnehmer des Ochtruper Radmarathons die „Straßen brennen“. Unter den Radsportfreunden in der Region ist die Veranstaltung längst kein Geheimtipp mehr. Der nun fünfte Jubiläumsmarathon soll für die Radsportler das Prunkstück werden. 360 fordernde Kilometer stehen auf dem Plan – an einem Tag. „Die Vorbereitungen haben gut geklappt“, sagt Mitorganisator Thorsten Stening . Es ist nun kurz vor 2 Uhr morgens. Der Start steht unmittelbar bevor. Die Teilnehmer machen ihre Drahtesel bereit. Neben speziellen Rennrädern sind sie auch mit Liegerädern und teilweise futuristisch anmutenden Gefährten vertreten. Mitmachen darf generell, wer will. Allerdings ist bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern doch etwas Erfahrung von Vorteil. Und für einen guten Zweck ist die ganze Arbeit auch noch. Schließlich unterstützen die Organisatoren mit der Aktion den Hospizverein Ochtrup. Dann machen sich die rund 100 Radsportler auf, die 360 Kilometer zu bezwingen. Die „Burning Roads“ haben begonnen. Die kommenden Stunden führen das Feld von Ochtrup über die niederländische Grenze nach Deventer und Zwolle sowie Coevorden, bis es die Sportler anschließend zurück in die Töpferstadt verschlägt. Doch der diesjährige Marathon läuft nicht wie erhofft. Regen macht den Fahrern als ständiger Begleiter zu schaffen. Außerdem können zwei Radler nach einem Sturz nicht weiterfahren. Zahlreiche Reifenpannen halten das Feld zudem immer wieder auf. Die Organisatoren beschließen daher, die Tour um 40 auf 320 Kilometer zu verkürzen. Doch für Stening war der Marathon trotz aller Widrigkeiten das erhoffte Prunkstück. Als die Fahrer am Samstag um 18.20 Uhr abgekämpft, aber stolz wieder am Radhaus Krechting eintreffen, ist der Jubel riesig. „Heute sind 100 Helden geboren“, freut sich Stening. „Unter diesen Umständen 320 Kilometer zu fahren, ist einfach legendär. Die Fahrer und das ganze Team haben heute Unglaubliches geleistet.“ Die lachenden Gesichter der Helden versprechen bereits: Im nächsten Jahr wollen sie trotz allem wieder mit dabei sein.

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