Fortuna bezieht zweite Halle an der Schützenstraße
Fahrzeugbauer braucht mehr Platz

Samstag, 30.07.2011, 11:07 Uhr

Ochtrup - Die Funken sprühen. Das Schweißgerät ist bei Guido Bitting im Dauereinsatz, damit der Schredder fertig wird, bevor es am Montag in die Betriebsferien geht. Nicht nur bei dem Konstruktionstechniker der Firma Fortuna Fahrzeugbau und seinen Kollegen im alten Teil der Produktionshalle an der Schützenstraße herrscht geschäftiges Treiben. Daneben, in dem noch leeren Anbau, sieht es nicht anders aus. Allerdings haben dort nicht die Fortuna-Mitarbeiter, sondern auch andere Handwerker das Sagen. Das ändert sich Mitte August. Dann werden in der 1400 Quadratmeter großen Halle ebenfalls Fahrzeuge gebaut.

„Wir brauchen dringend mehr Platz“, erklärt Fortuna-Geschäftsführer Bernhard Schwartbeck . Platz, den es am Stammsitz des Familienunternehmens an der Alten Maate nicht gibt. Die Kapazitäten dort sind seit langem ausgeschöpft. Deshalb hat Schwartbeck vor ein paar Jahren zugegriffen, als das ehemalige Bogal-Gebäude an der Schützenstraße zum Verkauf stand. Inzwischen sind auch diese 1000 Qua-dratmeter zu klein geworden. „Dadurch, dass wir angrenzende Flächen kaufen konnten, war es möglich, die neue Halle anzubauen“, sagt Bernhard Schwartbeck. Konkrete Zahlen, was er in die Standorterweiterung steckt, will er nicht nennen. „Das bewegt sich im einstelligen Millionenbereich“, ist alles, was er sich dazu entlocken lässt.

Mit der Erweiterung an der Schützenstraße hat das tägliche Hin und Her der Fortuna-Lkw, die mit einzelne Teilen oder auch ganzen Fahrzeugen zwischen den beiden Standorten pendeln, ein Ende. Nach dem Umzug, der für die zweite August-Hälfte angesetzt ist, gibt es eine klare Trennung. „Die Industriefahrzeuge werden komplett an der Schützenstraße gefertigt, die landwirtschaftlichen Fahrzeuge an der Alten Maate“, so Junior-Chef Bernd Schwartbeck . Rund die Hälfte der 84 Mitarbeiter wechselt nach den Betriebsferien in das zweite Werk an der Schützenstraße. Die Verwaltung bleibt an der Alten Maate.

Das 1946 von Bernhard Schwartbecks Vater gegründete Unternehmen hat in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr neue Geschäftsfelder erschlossen. Landwirtschaftliche Fahrzeuge werden zwar nach wie vor produziert, daneben machen Geräte und Anhänger für den Garten- und Landschaftsbau einen wesentlichen Teil der Produktion aus. „Unser drittes Standbein ist die Lohnfertigung für die Firma Doppstadt“, erläutert Bernd Schwartbeck. Fortuna baut für den Recycling-Maschinenhersteller aus Velbert Anlagen und Fahrzeuge, die in der Umwelttechnik zum Einsatz kommen.

All das bewältigt das Unternehmen mit eigenen Leuten. Vor allem der Name Karl-Heinz Knöpper fällt in dem Zusammenhang immer wieder. „Unser langjähriger Betriebsleiter hat großen Anteil an der positiven Entwicklung“, betont Bernhard Schwartbeck. Und sein Sohn Bernd ergänzt: „Ein Unternehmen steht und fällt mit den Mitarbeitern.“

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