Ochtrup
An der L 510 haben Radler bald freie Fahrt

Freitag, 08.07.2011, 00:07 Uhr

Ochtrup - Im Herbst soll es losgehen. Dann beginnt der Landesbetrieb Straßen.NRW mit dem Umbau der L510 von Steinfurt bis zum Alten Posthof in Welbergen. Die Pläne dafür stellte Ulrich Koke , Leiter des Fachbereichs Planen, Bauen und Umwelt bei der Stadt Ochtrup, am Donnerstagabend im Tiefbauausschuss vor. Die Fahrbahn wird mit einer Breite von sieben Metern deutlich schmaler als bisher. Das gibt Platz für einen Grünstreifen (1,75 Meter) sowie einen kombinierten Fuß- und Radweg mit einer Breite von 2,25 Meter.

Auf dem Teilstück von Steinfurt bis Engels Kreuzung gibt es bereits einen Radweg auf der Nordseite der Straße. An der Ampel wechselt er auf die Südseite und schließt kurz hinter dem Alten Posthof an den bestehenden Radweg in Richtung Langenhorst an. Die Straßenkrone, der Teil zwischen den äußeren Grenzen der unbefestigten Seitenstreifen, bleibt erhalten. Nur in Höhe des Alten Posthofs muss der vorhandene Querschnitt vergrößert werden, um Platz für eine Querungshilfe und eine neue Busbucht einzurichten.

Dieser Bereich ist ohnehin der Knackpunkt in der Gesamtplanung. Die Bertha-Jordaan-van-Heek-Straße, die zurzeit noch in die L510 mündet, soll an der Stelle abgebunden werden. Wie auf der gegenüberliegenden Seite ist dort eine Schutzplanke vorgesehen. Auf diese Weise wollen die Planer verhindern, dass Radfahrer und Fußgänger die L510 in Höhe der Bertha-Jordan-van-Heek-Straße überqueren statt den neuen Übergang ein paar Meter weiter zu nutzen.

Im Tiefbauausschuss kam die Frage auf, ob die Pläne mit den Anliegern der Straße abgestimmt seien. „Der Vorschlag stammt vom Geschäftsführer der Bertha-Jordaan-van-Heek-Stiftung, und der gehört sowohl das Wohnhaus vorne an der Straße als auch der Alte Posthof“, erklärte Koke. Damit war die Sache für die Kommunalpolitiker klar und sie gaben grünes Licht für das Vorhaben.

Der Ausschuss-Vorsitzende Hermann Holtmann (FDP) interessierte sich derweil noch für einen anderen Aspekt. „Wer trägt denn die Kosten für die Maßnahme?“, wollte er wissen. Als er von Koke hörte, dass dafür das Land zuständig sei, meinte er schmunzelnd und wie aus der Pistole geschossen: „Alles klar, dann machen wir das doch.“

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