Quo vadis, Sparkasse?
Bank prüft Fusionsmöglichkeiten

Samstag, 02.07.2011, 14:07 Uhr

Ochtrup - Steuert die Verbund-Sparkasse Emsdetten /Ochtrup auf eine Fusion mit einem anderen Kreditinstitut in der Region zu? Der Gedanke ist zwar noch nicht ausgereift, beschäftigte aber am Donnerstagabend über mehrere Stunden den Verwaltungsrat der Sparkasse.

„Wir haben dem Vorstand den Auftrag erteilt, sowohl für diese Möglichkeit als auch für die Wiederbesetzung des Vorstandspostens Daten und Fakten zusammenzutragen“, erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende und Emsdettener Bürgermeister Georg Moenikes gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Entscheidung, wie es in der Vorstandsetage nach der Trennung von Beate Busch-Schmidt weitergehen soll, lässt sich nicht auf die lange Bank schieben. Denn es ist rechtlich nicht zulässig, dass Dr. Peter Eckhardt die Geschäfte auf Dauer alleine führt. „Es gibt Fristen, bis wann die Stelle wieder besetzt werden muss“, so Moenikes.

Diese Fristen hat auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht , kurz BaFin, im Blick. „Natürlich achtet man dort darauf und sagt uns, was zu tun ist“, so Moenikes. Deshalb will der Verwaltungsrat noch in diesem Monat erneut tagen. Bis dahin müssen Eckhardt und seine Stellvertreter ihre Hausaufgaben machen. Allerdings: Sollte es in absehbarer Zeit zu einer Fusion mit einer anderen Sparkasse kommen, würde es wenig Sinn machen, die zweite Vorstandsstelle jetzt noch neu auszuschreiben.

Angaben dazu, wen die Verbund-Sparkasse zwecks Brautschau ins Auge gefasst hat, machte Moenikes nicht. Nur soviel: „Wir haben das bewusst offen gelassen.“ Ein Institut, das in der Region in diesem Zusammenhang immer mal wieder genannt wird, ist die Sparkasse Rheine. Sie wäre in einer Bankenehe mit der Verbund-Sparkasse der deutlich stärkere Partner. Das Kreditinstitut der Emsstadt liegt mit einer Bilanzsumme von 1,15 Milliarden Euro im Ranking der 74 Banken im Sparkassenverband Westfalen-Lippe auf Platz 33. Die Verbund-Sparkasse bringt es mit einer Bilanzsumme von 724,3 Millionen Euro auf Rang 43.

Erst vor wenigen Tagen haben die Sparkassen Westmünsterland und Stadtlohn ihr Zusammengehen angekündigt. Sollte es auch für die Verbund-Sparkasse zu einer Fusion kommen, wäre das für den Ochtruper Teil des Kreditinstitutes bereits die zweite innerhalb von nicht einmal zehn Jahren. 2003 schloss sich die damalige Stadtsparkasse mit der - gemessen an der Bilanzsumme - doppelt so großen Emsdettener Bank zusammen.

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