Viele Altkleider sind unbrauchbar
Malteser haben immer öfter Probleme mit Dreck und Unrat in den Containern

OChtrup -

Zweimal in der Woche fährt Holger Peters die Containerstandorte der Malteser ab. Er freut sich, wenn Bürger durch Altkleiderspenden die Arbeit des MHD unterstützen. Er ärgert sich, wenn er in den Metallboxen schlichtweg Müll entdeckt: „Und das kommt leider jede Woche vor“, wird Peters in einem Pressetext der Malteser zitiert. Von Windeln und sonstigem Restmüll über volle gelbe Säcke bis zu Gartenabfällen und Elektroschrott sei das gesamte Programm vertreten. „Manchmal werde ich stinksauer“, sagt der Malteser-Helfer über das zweifelhafte Vergnügen, die Kleiderspenden von dem Unrat zu trennen. „Ohne Handschuhe geht das nicht.“

Montag, 09.01.2012, 00:01 Uhr

Die Malteser haben zehn Sammelbehälter im Stadtgebiet sowie in Langenhorst und Welbergen verteilt. „Es kommt sicher auch darauf an, wo die Container stehen“, sagt Peters . Aber selbst da, wo sie im öffentlichen Blickfeld seien, könne man den Säcken in der Regel von außen nicht ansehen, was drin ist. „Der Inhalt fällt oft erst auf, wenn die Säcke aufgeplatzt sind.“ Vor den Containern an der Malteser-Unterkunft würden auch schon mal Kinderwagen abgestellt. Die würden dann entsorgt, weil sie absolut nicht mehr zu gebrauchen seien.

Viel öfter als ihm lieb ist, muss Peters mit dem MHD-Bulli zum Recyclinghof fahren, um den Müll dort zu entsorgen. Die Malteser haben sich den Kopf darüber zerbrochen, wie man dieses Problem entschärfen kann – leider bisher erfolglos. Ebenfalls kommt es in letzter Zeit häufiger vor, dass Altkleidersäcke einfach vor den Containern abgelegt werden, wenn diese voll sind. Auch diese können durch Witterungseinflüsse so stark verschmutzt und in Mitleidenschaft gezogen werden, dass sie kaum noch zu gebrauchen sind.

In diesem Zusammenhang bieten die Malteser an, größere Mengen an Altkleidersäcken, die oft nach Wohnungsauflösungen oder Trauerfällen anfallen, bei den Betroffenen abzuholen. „Dies hat zwei Vorteile: Erstens müssten die vielen Säcke nicht extra zu den Sammelstellen gebracht werden, und zweitens bleibt in den Containern Platz für die vielen kleinen Lieferungen der Bürger“, heißt es in dem Pressetext der Malteser abschließend. Weitere Informationen und Kontaktdaten gibt es im Internet.

| www.malteser-ochtrup.de

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