Scanner sind die Schlüssel zum gläsernen Lager
TGL nimmt neues Logistikzentrum in Betrieb

Ochtrup -

14 Meter Deckenhöhe – kein Problem für die kleinen Handscanner. Mit ihnen lässt sich ganz bequem vom Hallenboden aus ermitteln, was auf der obersten Regalebene lagert. Und nicht nur das. Die Geräte sind so etwas wie die Schlüssel zum gläsernen Lager. „Anhand von Barcodes wird die Ware identifiziert“, erklärt Axel Wienandts, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Nellen & Quack, die Technik im neuen Logistikzentrum der TGL Logistic Solutions. Seit zwei Wochen läuft der Betrieb im Weiner-Park.

Samstag, 24.03.2012, 11:03 Uhr

Scanner sind die Schlüssel zum gläsernen Lager : TGL nimmt neues Logistikzentrum in Betrieb
Ohne Tim Wesemüller (M.) und seinen Gabelstapler läuft im neuen TGL-Logistikzentrum nichts. Axel Wienandts (r.) und Michael Schweisfurth (l.) freuen sich, dass das Unternehmen nach nur sechs Monaten Bauzeit den Standort im Weiner-Park beziehen konnte. Foto: Anne Eckrodt

14 Meter Deckenhöhe – kein Problem für die kleinen Handscanner. Mit ihnen lässt sich ganz bequem vom Hallenboden aus ermitteln, was auf der obersten Regalebene lagert. Und nicht nur das. Die Geräte sind so etwas wie die Schlüssel zum gläsernen Lager.

„Anhand von Barcodes wird die Ware identifiziert“, erklärt Axel Wienandts , geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Nellen & Quack, die Technik im neuen Logistikzentrum der TGL Logistic Solutions. Seit zwei Wochen läuft der Betrieb im Weiner-Park. „Und zwar vom ersten Tag an papierlos“, wie Wienandts betont. Scanner und Co. machen es möglich. Mit dem Eintreffen auf dem Firmengelände wird jedes einzelne Teil per Code identifiziert und einem Lagerplatz zugewiesen. „Per Internet kann auch der Kunde seine Lagerbestände jederzeit einsehen“, macht TGL-Geschäftsleiter Michael Schweisfurth deutlich.

Für ihn liegen die Vorteile des neuen Logistikzentrums jedoch nicht alleine in der Technik begründet: „Wir bieten hier einen bunten Strauß an Möglichkeiten, der sich ganz am Bedarf der Kunden orientiert – Logistik nach Maß eben.“ Die reicht von der Preisauszeichnung bis zur Kommissionierung. Egal, ob es um große Stückzahlen oder das einzelne Ersatzteil geht. Am Ende ist die Ware versandfertig und wird vom Paketdienst oder der Spedition abgeholt.

Wie lange die Sachen bei TGL bleiben, ist ganz unterschiedlich. Schweisfurth: „Bei unseren Kunden aus der Textilbranche sind es im Schnitt sechs Tage. Andere Produkte haben eine Umschlagzeit von sechs bis acht Wochen. Und dann gibt es typische Saisonartikel, die noch wesentlich länger bei uns lagern.“

10 000 Palettenstellplätze stehen in dem 7300 Qua-dratmeter großen Logistikzentrum zur Verfügung. Die Hälfte davon ist bereits ausgelastet. 4,3 Millionen Euro hat TGL bislang im Weiner-Park investiert – inklusive des Grundstückskaufs. Apropos: 20 000 Quadratmeter gehören dem Familienunternehmen aus Gronau bereits, für weitere 60 000 Quadratmeter hat es eine Option. Die Chancen stehen gut, dass TGL davon schon bald Gebrauch macht. „Die Genehmigung für einen zweiten Bauabschnitt haben wir im vergangenen Jahr gleich mit beantragt und auch bekommen. Zurzeit bereitet ein Bagger das Gelände neben der neuen Halle so weit vor, dass wir – wenn der Bedarf da ist – dort innerhalb kürzester Zeit bauen können“, so Wienandts. Für einen potenziellen zweiten Bauabschnitt rechnet er mit weiteren 2,5 Millionen Euro. Mittelfristig plant TGL bis zu vier weitere Hallen in der gleichen Größe. „Diese Expansionsmöglichkeit war uns ein wesentliches Kriterium in der Entscheidung für den Weiner-Park“, betont Wienandts.

Aufstocken ist bei TGL auch in einem anderen Bereich angesagt: beim Personal. In dem neuen Logistikzentrum arbeiten zurzeit elf Mitarbeiter. „Wir sind hier mit einer Fußballmannschaft angetreten“, sagt Wienandts schmunzelnd. Zwei Angestellte kommen vom Standort Gronau, die anderen neun wurden neu eingestellt. Das soll sich fortsetzen. „Wie viele weitere Mitarbeiter wir benötigen, hängt von der Entwicklung ab“, betont Schweisfurth. Klar sei jedoch, dass es im Wesentlichen Fachkräfte für Lagerlogistik sein werden. Und der eine oder andere Handscanner dürfte auch dabei sein.

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