Kaum eingezogen, wird angebaut
GGM Gastro plant im Weinerpark die nächste Erweiterung

Ochtrup -

Der Umzug ist geschafft, fast alles im neuen Firmengebäude von GGM Gastro International an Ort und Stelle, der Betrieb läuft. Zeit zum Durchatmen . . .  Doch Manuel Elma schüttelt den Kopf. „Daraus wird nichts. Wir planen nämlich bereits den ersten Anbau hier im Weinerpark“, erklärt der GGM-Geschäftsführer.

Donnerstag, 07.06.2012, 12:06 Uhr

Kaum eingezogen, wird angebaut : GGM Gastro plant im Weinerpark die nächste Erweiterung
Die Fahnen sind gehisst: GGM Gastro International hat seinen neuen Standort im Weinerpark bezogen. Für eine Übergangszeit behält der Küchengroßhändler noch ein 4000 Quadratmeter großes Lager in Gronau-Epe. Foto: Anne Eckrodt

Hat da jemand etwa zu klein geplant? „Nein“, lacht Manuel Elma , „wir haben uns bewusst von Anfang an eine Option für weitere 70 000 Quadratmeter hier im Gewerbegebiet einräumen lassen. Davon machen wir jetzt Gebrauch und kaufen weitere 35 000 Quadratmeter.“ Im Herbst starten die Arbeiten für den Anbau, eine 20 000 Quadratmeter große Lagerhalle, die Anfang 2013 fertig sein soll. „Auf Dauer wollen wir uns nämlich von dem jetzigen Außenlager in Epe trennen und wirklich alles hier am Standort bündeln“, betont Manuel Elma.

Weitere vier bis fünf Millionen Euro steckt GGM in den Anbau. Der gerade bezogene Neubau samt Grunderwerb hat bereits knapp sechs Millionen Euro gekostet. Nicht gerade „Peanuts“, aber angesichts der Geschäftsentwicklung vertretbare Summen für den Ausstatter von Restaurants, Hotels, Werkskantinen und anderen Großgastronomien. „Wir rechnen 2012 mit einer Verdoppelung des Umsatzes, der dann im oberen zweistelligen Millionenbereich liegen wird“, kündigt Manuel Elma an.

Nach einer Erklärung für den anhaltenden Boom gefragt, muss er nicht lange überlegen: „Wir kaufen gigantische Mengen direkt beim Hersteller. Daher können wir ganz andere Preise machen. Zudem bieten wir unseren Kunden sehr gute Qualität, was sich in einer extrem niedrigen Reklamationsrate niederschlägt.“

GGM Gastro ist weltweit im Geschäft. Derzeit macht Deutschland mit 40 Prozent noch den größten Markt aus, doch das wird sich nach Auffassung der Unternehmensleitung in den nächsten Jahren ändern. „Wir rechnen damit, dass wir künftig 80 Prozent unserer Umsätze im Ausland machen“, so Manuel Elma. Dafür ist die Firma nicht auf Mitarbeiter vor Ort angewiesen, denn ein Großteil des Verkaufs erfolgt bereits jetzt per Internet rund um den Globus.

Daher wundert es in dem jungen Mitarbeiterteam auch niemanden, dass an diesem Tag ein türkisches Fernsehteam im Haus ist. Das zeichnet Filmmaterial für einen Werbespot auf. „Sechs bis sieben Stunden dauert das, und am Ende werden 20 Sekunden gesendet“, schmunzelt Manuel Elma. Dann entschuldigt er sich, weil sein Handy zum wiederholten Male klingelt. Durchatmen ist etwas anderes . . .

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/813199?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F700634%2F1042258%2F
Nachrichten-Ticker