Schüler nutzen Berufsnavigator
Lotse liefert Entscheidungshilfen

Ochtrup -

„Wenn möglich, bitte wenden.“ Diesen Horrorsatz jedes Navi-Gerätes hörten die Zehntklässler des Gymnasiums nicht. 68 von ihnen nahmen jetzt an der Aktion „Berufsnavigator“ teil. Frühzeitige berufliche Orientierung gehört an der Schule seit einigen Jahren zum Programm. Eine eigene Lehrergruppe „Studienberatungskonzept“ mit Christina Klus, Tobias Krickau, Gabi Netkovski und Anne Havers arbeitet nicht nur an theoretischen Konzepten, sondern hält immer wieder Ausschau nach neuen Möglichkeiten, Schülern für die „Zeit nach der Penne“ eine qualifizier-te Unterstützung zu geben.

Donnerstag, 05.07.2012, 23:07 Uhr

Die Pädagogen haben erneut die Verbund-Sparkasse Emsdetten / Ochtrup als Partner gewonnen, die schon in den Vorjahren beispielsweise ein Bewerbungstraining für die Gymnasiasten ermöglicht hatte. „Wir haben mit dem ,Berufsnavigator‘ ein sehr interessantes Projekt kennengelernt und konnten es mit der Lehrergruppe des Gymnasiums prüfen und für gut befin-den“, so Hans-Peters Zanders , Marketingleiter der Bank. Zusammen mit seiner Kollegin Marina Eilert leitete er die organisatorischen und nicht zuletzt die Schritte zur finanziellen Absicherung des Vorhabens in die Wege.

„Das war schon voll okay“, so die klare Ansage von Lars Kockmann im Pressegespräch nach Durchlaufen des „Berufsnavigators“. Ihn hat die Aktion in seinen Überlegungen für eine Polizeilaufbahn bestätigt. Es gab Gruppen- und Einzelgespräche, um Stärken und Interes-sen der Schüler einzugrenzen und diese später elektronisch mit möglichen Berufsfeldern abzugleichen. All das mündete in einem Beratungsgespräch, um die Ergebnisse zu sichten und Anstöße für weitere Informationen und umfangreichere Überlegungen zu geben.

„Im ersten Moment war ich verunsichert, als der Bereich Forstwirtschaft bei mir auftauchte“, erzählt Anabele Ultee, „aber bei mir wurde auch der gesamte Heilberufsbereich angesprochen. Da kann ich mich besser wiederfinden.“ Jana Lagedroste hat es nicht bereut, ihre Zeit in den „Berufsnavigator“ investiert zu haben. „Auch wenn ich jetzt noch keinen konkreten Berufswunsch habe, hat mir die Aktion eine Menge Anregungen gegeben.“

„Ich finde es wichtig, Schülern frühzeitig berufliche Möglichkeiten in den Blick zu rücken. Es ist ebenso richtig, dass man die gesamte Bandbreite von möglichen Tätigkeiten präsentiert, damit jedem Hilfe bei einer möglichen Berufs- und/oder Studienwahl zukommt“, betont Schulleiter Peter Grus. Er sieht auch für Gymnasiasten neben Universität und Fachhochschule andere interessante Ausbildungsfelder für eine berufliche Zukunft.

Seine Kollegin Christina Klus blickt schon ein Stück weiter voraus: „Natürlich freuen wir uns, wenn wir mit diesem Schritt, den Berufsnavigator auszuprobieren, richtig lagen. Aber wir wollen für die kommenden Jahre Anregungen und Kritik aufnehmen, damit der Weg nach dem Gymnasium für unsere Schüler in die berufliche Zukunft nicht orientierungslos in einer Sackgasse endet.“

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