Päckchenaktion der „Tafel“
„Weihnachten für alle“

Ochtrup -

„Weihnachten für alle“ – so lautet das Motto der Päckchenaktion, zu der die Ochtruper Tafel jetzt aufgerufen hat.

Freitag, 23.11.2012, 07:11 Uhr

Päckchenaktion der „Tafel“ : „Weihnachten für alle“
Zutaten zum Backen hat eine Spenderin liebevoll für die Adventszeit zusammengestellt. Die Beutel enthalten alles Nötige – vom Mehl über Backpulver bis hin zu 50 Cent für Eier. Weihnachten nähert sich eben eiligen Schrittes, wie (v.l.) Bernhild Bierbaum, Monika Püschen, Annegret Wülker, Margit Wörmann und Margret Wienefoet im Ehrenamt für die „Tafel“ feststellen. Foto: kafi

Ein Heiligabend ohne Geschenke unterm Baum? Für Bernhild Bierbaum unvorstellbar. Drum fordert die zweite Vorsitzende des Vereins Ochtruper Tafel ein „ Weihnachten für alle“ – und organisiert mit ihren Mitstreitern unter eben jenem Motto seit mehreren Jahren eine Päckchenaktion . Die Begünstigten sind die Stammkunden der „Tafel“ – was großen Bedarf bedeutet: „Zuletzt haben wir etwa 250 Päckchen ausgegeben“, sagt Bierbaum.

Alleinstehende Männer, alleinstehende Frauen, Ehepaare, Familien und Kinder – sie bilden die Klientel, der es kleine Überraschungen zu machen gilt. Wer ein Paket zusammenstellt, soll sich im Vorfeld entscheiden, für welchen jener Adressatenkreise es bestimmt ist – und einen entsprechenden Zettel auf der Verpackung befestigen. Den entfernt das „Tafel“-Team vor der Ausgabe, die am 20. Dezember (Donnerstag) stattfindet. Hilfreich ist es für die Helfer zudem, wenn der Zettel über den Inhalt des Pakets informiert – ein Muss bedeutet dies, sollte es für ein Kind bestimmt sein. „Auf dem Zettel könnte beispielsweise stehen, dass ein Puzzle für Vierjährige oder ein Buch für Sechsjährige enthalten sind“, erläutert Bierbaum. Die Beschriftungsbitte rühre daher, dass dem Team keine Zeit bleibe, den Inhalt aller Pakete zu überblicken: „Das würde ewig und drei Tage dauern.“

Die Regeln für den Inhalt lassen sich schnell zusammenfassen: Nicht erlaubt sind Alkohol, gebrauchte Ware sowie Wurst- und Fleischwaren – Letzteres mit Rücksicht auf die muslimische Kundschaft. „Weihnachtliche Kleinigkeiten wie Gebäck, Süßigkeiten, Kaffee oder Tee“, zählt Bierbaum ideale Geschenke auf. Auch Dekoartikel oder Körperpflege-Produkte bereiteten große Freude, ebenso Selbstgestricktes wie ein Schal oder Socken. Die Familienpakete sollen keine Spielwaren enthalten – diese sind den Kinderpaketen vorbehalten.

„Es gab auch Spender, die zum Beispiel Gutscheine für ein paar Kinderschuhe beigelegt haben“, erzählt Bierbaum. „Die müssen gar nicht von hohem Wert sein – zehn Euro reichen ja schon für ein Paar Pantöffelchen.“ Wer selbst keine Zeit zum Packen oder nur eine kleine Gabe habe, dürfe seine Spenden auch einfach kurzerhand bei der „Tafel“ abgeben und diese schnüre sie zur Überraschung zusammen.

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