Jazz-Workshop auf Hawaii
Traum rückt in greifbare Nähe

Ochtrup/Rheine -

Honolulu – das war immer schon ein Synonym für Fernweh und Exotik, ein exklusives Reiseziel. Ein Traum eben. Für 20 Oberstufenschüler vom Städtischen Gymnasium rückt dieser Traum nun in greifbare Nähe. Gemeinsam mit zahlreichen anderen Schülern aus dem Kreis sowie 50 amerikanischen treffen sie sich im Juni 2013 in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Hawaii für zwei Wochen zu einem deutsch-amerikanischen Jazz-Workshop.

Samstag, 29.12.2012, 19:12 Uhr

Untergebracht sind die Gymnasiasten in einheimischen Familien. „Wir denken, dass sie dabei auch sehr viel von der Kultur und vom Alltag der Menschen dort mitnehmen werden“, sagt Katharina Straßburg-Mulder. Sie ist Leiterin des Rheiner Emsland-Gymnasiums, das das Projekt „Jazz‘n Youth Exchange“ am Freitag in seiner Mediathek vorstellte.

Eigentlich handelt es sich um eine Neuauflage, denn initiiert worden ist das Projekt bereits in den 90er-Jahren. Unter dem Motto „Pink Jazz-Austausch“ fanden zwölf Jahre lang gemeinsame Musikworkshops sowie Konzerte und kulturelle Veranstaltungen abwechselnd in den USA und in Deutschland statt. Beteiligt waren amerikanische Highschools und Unis sowie Bildungsinstitutionen im Kreis Steinfurt .

Die ausländischen Teilnehmer, sowohl Schüler als auch Dozenten, wohnten grundsätzlich in Gastfamilien. Dadurch entstand das Konzept eines internationalen Musikworkshops mit starker familiärer Anbindung. Bekannte Künstler wie der deutsche „Sinatra“ Tom Gaebel oder die alternative Rockband „Donots“ aus Ibbenbüren haben im Rahmen solcher Jazz-Workshops ihre ersten musikalischen Gehversuche unternommen.

Zuletzt nahmen sich die Organisatoren eine Pause, weil das Projekt riesige Ausmaße angenommen hatte. Doch in diesem Sommer kamen die Rheiner Schüler wieder auf den Jazz-Geschmack, als die drei Gymnasien vor Ort einen gemeinsamen Schnupper-Workshop veranstalteten.

Aufgrund mangelnder personeller Ressourcen und eines bereits umfangreichen Austauschprogramms sahen sich das Kopernikus-Gymnasium und das Dionysianum jedoch nicht in der Lage, neuerlich einen langjährigen Musikaustausch mit den USA verbindlich und unter Sicherung der Kontinuität zu planen. Deshalb suchten – und fanden – sie neue Partner: Künftig wird der Jazz-Workshop als Gemeinschaftsprojekt des Kreises Steinfurt unter Beteiligung des Goethe-Gymnasiums Ibbenbüren, des Jugendkulturvereins Pinkpop , des Städtischen Emsland-Gymnasiums Rheine und eben des hiesigen Städtischen Gymnasiums stattfinden. Weitere Kooperationspartner sind die Musikschule/ VHS Rheine, der Förderverein Kloster Bentlage („Jazz am Schloss“) sowie Hermann Willers, der die fotografische Dokumentation übernimmt.

Ein Kulturaustausch in dem hier skizzierten Rahmen kann nur dann laufen, wenn die Schüler, beziehungsweise ihre Eltern, ihn auch finanziell tragen können. „Wir wollen kein Elite-Projekt“, machte Katharina Straßburg-Mulder deutlich. Angepeilt ist ein Eigenanteil pro Schüler von nicht mehr als 800 Euro. Darin sind die Kosten für Flug, Workshop und Extras wie Ausflüge enthalten. Zur Deckung der weiteren Kosten vertrauen die Organisatoren auf Sponsorenmittel des Bundes und des Landes. Auch Schirmherr Thomas Kubendorff, Landrat des Kreises Steinfurt, die Bürgermeister von Ochtrup, Ibbenbüren und Rheine sowie die Stadtsparkasse Rheine haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

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