Licht- und Musikzauber
Kräftig besinnliches Kirchenspektakel

Ochtrup -

Manch einem war es etwas zu laut, den Wenigsten aber zu pompös. Denn eben jenes Üppige machte das Konzert von 130 Niederländern in der Lambertikirche zu etwas Besonderem. Nicht zu vergessen eine Lichtschau, die die Weihnachtsmusik passend untermalte.

Montag, 17.12.2012, 13:12 Uhr

Beschwingt und engagiert agierten die Sänger der Chorgemeinschaft „Match“ aus dem niederländischen Haaksbergen. Sie konzertierten an diesem Wochenende zweimal gemeinsam mit der „Haaksbergse Harmonie“.
Beschwingt und engagiert agierten die Sänger der Chorgemeinschaft „Match“ aus dem niederländischen Haaksbergen. Sie konzertierten an diesem Wochenende zweimal gemeinsam mit der „Haaksbergse Harmonie“. Foto: Martin Fahlbusch

Das war mal etwas Anderes: Besinnlich-kräftig oder kräftig besinnlich ging es am Samstag in der Pfarrkirche St. Lamberti zu. Am Vorabend des dritten Advent war zu einem weihnachtlichen „Licht- und Musikzauber “ eingeladen worden. Im Mittelpunkt standen gut 130 Instrumentalisten und Sänger aus den Niederlanden , zu denen sich der örtliche Organist Thomas Lischik tatkräftig an der großen Kirchenorgel gesellte.

Licht- und Musikzauber in Ochtrup

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Zahlreiche Mikrofone, Lautsprecher, ein digitales Mischpult, ein Lichtregieplatz und jede Menge Scheinwerfer und Kabel kündeten von einem besonderen Ereignis. Die „Haaksbergse Harmonie“, ein symphonisches Blasorchester, und der gemischte Chor „Match“ hatten sich entschlossen, ihre Tour durchs „Winter Wonderland“ am Samstag – unter Moderation der charmanten Moderatorin Miranda Veldhuis – in Ochtrup und am Sonntag in heimatlichen Gefilden aufzuführen. Mit „Conquest of paradise“ ging es eher wenig jahreszeitlich los, aber schon bei den folgenden englisch-amerikanischen Weihnachtsmelodien fühlten sich die meisten Zuhörer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Besonders eindrucksvoll und ohne Begleitung von E-Piano und Schlagzeug gelang den Sängern unter ihrem motivierenden Dirigenten Jeroen Katier die Darbietung des niederländischen Liedes „Voor jou“.

Ein symphonisches Blasorchester mit reichlich Schlagwerk in einer Kirche ist eher ungewöhnlich. Ebenso die Werkauswahl, mit der sich die „Harmonie“ unter ihrem Dirigenten Hugo Masselink anschließend vorstellte. Leonard Bernsteins eingängige Ouvertüre zu „Candide“ und ein mächtiges Klangdrama unter dem Titel „Pilatus“ überzeugten mit Detailreichtum, offenbarten aber auch trotz der hervorragenden Technik die Probleme einer solchen Musik in einem Kirchenraum mit besonders langen Nachhallzeiten. Die dosiert eingesetzte Lichttechnik, die Kirchenschiffe und Chorraum in nie zu grelles, buntes Licht mit unterschiedlichen Strukturelementen tauchte, sorgte derweil für bemerkenswerte Akzente.

Ein regelrechtes Füllhorn von internationalen und deutschen Weihnachtsliedern schloss sich dann beschwingt von der Chorgemeinschaft an, die mit der letzten, sehr zurückgenommenen und a capella präsentierten Strophe von „Stille Nacht“ zu einem ruhigeren Mittelteil überleitete. Den gestaltete Pastor Josef Wichmann mit einer eindrucksvoll vorgetragenen Betrachtung von Karl Barth zum Thema „Türen und menschliches Leben“. Rosalien van der Stadt und Jacqueline Hofstedde sangen dann mit schönen, klaren Stimmen, gefühlvoll von Thomas Lischik an der Orgel begleitet, zwei angenehm interpretierte Werke von Cesar Franck und Max Reger.

Zum Abschluss ging es mit teils kräftigen symphonischen Variationen über populäre Weihnachtsweisen noch einmal für „Harmonie“ und „Match“ mitunter deutlich in die Vollen. Auch wenn es dem Einen oder Anderen etwas zu laut gewesen sein mag, waren die meisten Zuhörer begeistert und applaudierten kräftig.

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