Paramentengruppe von St. Lamberti
Die fünf Heinzelfrauchen

Ochtrup -

Sie sind die guten Geister, die im Verborgenen arbeiten: Fünf Frauen zeichnen in St. Lamberti dafür verantwortlich, dass alle Textilien gut in Schuss sind. Das Quintett wäscht und bügelt, näht und bessert aus. Dafür trifft es sich im zweiwöchigen Rhythmus.

Donnerstag, 27.12.2012, 19:12 Uhr

Der Platz an der Nähmaschine ist meist Elisabeth Steingrobe vorbehalten. Sie bildet mit (v.r., kl. Bild) Thea Kreimer, Maria Hüwe, Helga Intfeld und Gisela Röcker die Paramentengruppe von St. Lamberti.
Der Platz an der Nähmaschine ist meist Elisabeth Steingrobe vorbehalten. Sie bildet mit (v.r., kl. Bild) Thea Kreimer, Maria Hüwe, Helga Intfeld und Gisela Röcker die Paramentengruppe von St. Lamberti. Foto: Irmgard Tappe

Sie sind die „guten Geister“, die im Verborgenen arbeiten – die fünf Frauen der Paramentengruppe von St. Lamberti . Im zweiwöchigen Rhythmus treffen sich Maria Hüwe, Helga Intfeld, Elisabeth Steingrobe, Gisela Röcker und Thea Kreimer im Dachgeschoss des Clemens-August-Heimes zum Bügeln, Nähen und Ausbessern von Messgewändern und liturgischen Textilien , die in der Fachsprache „Paramente“ heißen. Die Gewänder der Priester, Kapläne, Kommunionhelfer und Messdiener zählen ebenso dazu wie Altardecken und Kelchtücher.

Nach kirchlichen Hochfesten wie Weihnachten wartet natürlich besonders viel Arbeit auf die Paramentengruppe. Die zusätzlichen Messfeiern und der Einsatz zahlreicher Messdiener bei den Festgottesdiensten bringen das mit sich. „Ich habe schon geguckt: Es müssen wieder einige Wachsflecken entfernt werden“, kündigt Helga Intfeld an. Alles, was an Kirchenwäsche anfällt, nimmt sie mit zu sich nach Hause. Welche Textilien reif für die Waschmaschine sind, bespricht sie mit den Küsterinnen.

„Pro Jahr habe ich etwa 150 Maschinen Kirchenwäsche“, erzählt Intfeld, während sie mit geübter Hand eine Altardecke mit dem Dampfbügeleisen bearbeitet. Perfektion im Umgang mit der Bügelwäsche beweisen auch ihre Kolleginnen im Paramententeam. Gewänder der Priester und Messdiener, Talare der Kommunionhelfer, das Schultertuch für den Pastor, Kelchtücher, Altardecken – alles bügeln die Frauen mit akribischer Genauigkeit. „Dabei habe ich früher gar nicht gern gebügelt. Aber hier in der Gemeinschaft ist das etwas anderes. Da macht es richtig Spaß“, bekennt Thea Kreimer.

Elisabeth Steingrobes Platz ist meistens an der Nähmaschine. Sie bessert Kirchenwäsche und Gewänder aus oder übernimmt Änderungsarbeiten. „Momentan arbeite ich an einem Messgewand für Pastor Frenzel“, berichtet sie. Wenn allerdings umfangreiche Näharbeiten anfallen, wird das von der Gruppe gemeinsam erledigt.

Maria Hüwe ist die Dienstälteste im Paramententeam. Seit 18 Jahren engagiert sie sich hier ehrenamtlich. Ihre Mitstreiterinnen sind allerdings auch schon seit rund zehn Jahren dabei. Die Frauen haben während ihres jahrelangen Engagements im Paramententeam einen Blick entwickelt für alles, was mit kirchlichen Textilien zusammenhängt. Schlecht sitzende oder oberflächlich gebügelte Messgewänder der Priester sind ihnen ein Dorn im Auge. Sie sind ein eingespieltes Team – die fünf guten Geister von St. Lamberti, die im Verborgenen wirken.

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