Fortuna Fahrzeugbau kooperiert mit Spielzeughersteller Siku
Schöne kleine Fortuna-Welt

Ochtrup -

Seit 2007 sind Fortuna-Anhänger nicht nur in der realen Welt der Landwirtschaft oder des Gartenbaus, sondern auch in den Spielzimmern und Sammlervitrinen der Republik ein Begriff. Die Firma Siku stellt seitdem eine stetig wachsende Zahl von Fortuna-Hängern als Modelle in den Maßstäben 1:50, 1:32 und 1:87 her. Die Kooperation bringt für beide Seiten Vorteile.

Montag, 31.12.2012, 07:12 Uhr

Original und Modell-Nachbau - die Details stimmen auch beim kleinen, aus Metall gefertigten Anhänger. Bernhard Schwartbeck und Sohn Bernd, der den Betrieb inzwischen mit seinem Bruder Christian führt, freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Spielzeugmodellhersteller Siku.
Original und Modell-Nachbau - die Details stimmen auch beim kleinen, aus Metall gefertigten Anhänger. Bernhard Schwartbeck und Sohn Bernd, der den Betrieb inzwischen mit seinem Bruder Christian führt, freuen sich über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Spielzeugmodellhersteller Siku. Foto: Schippers/Eckrodt

Ob auf einer, zwei oder drei Achse(n), als Zwei- oder Dreiseitenkipper oder in der Muldenausführung – in den Hallen des Fahrzeugbauers Fortuna an der Alten Maate entstehen Landmaschinen, die individuell nach Kundenwünschen mit höchster Qualität angefertigt werden. Massenfertigung ist tabu bei den Firmeninhabern Bernd und Christian Schwartbeck , die das Familienunternehmen 2009 von ihrem Vater Bernhard übernommen haben und in dritter Generation führen. Daher verlassen auch immer nur wenig Anhänger zugleich die Werkshallen.

Anders im Empfangsraum des Betriebssitzes: Dort kann der Besucher gleich eine ganze Palette der firmeneigenen Modelle bewundern – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Seit 2007 sind Fortuna-Anhänger nämlich nicht nur in der realen Welt der Landwirtschaft oder des Gartenbaus , sondern auch in den Spielzimmern und Sammlervitrinen der Republik ein Begriff. Die Firma Siku stellt seitdem eine stetig wachsende Zahl von Fortuna-Hängern als Modelle in den Maßstäben 1:50, 1:32 und 1:87 her. Die kleinen Nachbauten der großen, in Ochtrup gefertigten Originale erfreuen sich nicht nur bei den kleinen Spielzeugliebhabern steigender Beliebtheit. Auch Sammler interessieren sich für die Modelle, die teils in limitierter Auflage auf den Markt gekommen sind. „Für gut erhaltende Exemplare der ersten Generation werden 100 Euro und mehr gezahlt“, weiß Seniorchef Bernhard Schwartbeck.

Als sich vor mittlerweile sechs Jahren ein gewisser Manfred Weise , seines Zeichens Händler für antiquarisches Spielzeug, mit dem Wunsch an die Ochtruper Firma wandte, das langjährige Erfolgsprodukt „Stalldungstreuer MST“ als Spielzeugmodell auf den Markt zu bringen, ahnten die Schwartbecks indes noch nicht, wie gefragt diese „Geschäftssparte“ einmal werden würde. Bernhard Schwartbeck zeigte sich aufgeschlossen und so legte der Großhändler eine limitierte Auflage von 1000 Stück auf. „Heute sind das gefragte Sammlerstücke“ , berichtet Sohn Bernd. Nur wenige Monate später folgte der Anruf eines der Marktführer für Spielzeugmodelle auf dem deutschen Markt: Siku wurde auf die Fortuna-Modelle aufmerksam. Auch hier erfolgte die Einführung zunächst mit einer Sonderserie, die auf 1000 Stück begrenzt war. Die „Silver-Edition“ des Zwei-Achs-Muldenanhängers. Nachdem diese schnell vergriffen war, ging es fortan Schlag auf Schlag. Heute sind es acht Anhängertypen von Fortuna, die zur Siku-Spielzeugserie „Farmer“ gehören. Die Stückzahlen bewegen sich allesamt im fünfstelligen Bereich.

Bernhard Schwartbeck und seine Söhne sehen die Erfolgsgeschichte der kleinen Varianten ihrer großen Anhänger mit viel Freude – obwohl die Firma Fortuna selbst daran keinen direkten monetären Anteil hat. „Wir bekommen keinen direkten Obolus dafür, dass wir unsere Produkte zum Nachbau zur Verfügung stellen“, sagt Bernhard Schwartbeck. Dessen sei man sich auch von Beginn an bewusst gewesen. Siku sei in erster Linie an den Produkten, nicht aber an dem Namen Fortuna interessiert. „Der Vorteil aus unserer Sicht ist der nicht zu unterschätzende zusätzliche Marketing- und Werbeeffekt, den die Modelle mit sich bringen“, erläutert Schwartbeck. Zum Beispiel auf Messen und Ausstellungen: Es gebe keine größere Agrarschau, bei der Siku-Produkte nicht vertreten seien und ausprobiert werden könnten. Schwartbeck: „Wenn dann auf den Hängern der Name Fortuna steht, ist das für uns viel wert.“

Wenn der Ochtruper Fahrzeughersteller ein neues Produkt auf den Markt bringt, das für Siku interessant ist, kommt einer Mitarbeiter der Marketingabteilung und nimmt zunächst die Abmaße des Modells, erklärt Bernd Schwartbeck das Prozedere. Zusammen mit weiteren Daten zum Aufbau entstehe so ein Prototyp. „Den prüfen wir genau, da ja unser Name drauf stehen wird“, erklärt der Juniorchef. Wenn alles in Ordnung ist, gibt es grünes Licht und die Serienfertigung startet.

Die erfolgreiche Kooperation mit den Spielzeughersteller soll auch in Zukunft fortgeführt werden. In Kürze will das Familienunternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringen. Die Schwartbecks hoffen, dass es auch als Miniaturausführung realisiert wird. „Wir müssen aber abwarten, ob der Hänger auch in die Siku-Produktpalette passt.“ Man darf also gespannt sein – und das gleich zweifach . . .

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