Wer war Hubertus Brouwer?
Er bleibt unvergessen

Ochtrup -

Er ist viel zu früh gestorben, wurde nur 60 Jahre alt: Hubertus Brouwer, geboren in den Niederlanden, zu Hause in Ochtrup. Mehrere Museen und Häuser würdigen Hubertus Brouwer jetzt mit einer großer Ausstellung

Freitag, 08.03.2013, 09:03 Uhr

Druckfrisch: Marlies Brouwer und Martin Rehkopp, Leiter des Klosters Bentlage, sehen sich den Katalog an, der gerade zur Ausstellung mit Arbeiten von Hubertus Brouwer erschienen ist.
Druckfrisch: Marlies Brouwer und Martin Rehkopp, Leiter des Klosters Bentlage, sehen sich den Katalog an, der gerade zur Ausstellung mit Arbeiten von Hubertus Brouwer erschienen ist. Foto: bl

Marlies Brouwer hält den neuen Katalog mit Arbeiten ihres Mannes zum ersten Mal in den Händen. Sie strahlt Sanftheit aus. Vielleicht auch Glück? „Dass der Katalog so gut geworden ist“ – sie macht eine Pause und fährt ganz leise fort – „das bewegt mich irgendwie.“ Schon 1980, im Alter von nur 60 Jahren, starb ihr Mann: Hubertus Brouwer . Noch heute, erzählt sie, werde sie in Ochtrup auf ihn angesprochen. „Er war offen, gesprächsbereit – lustig war er auch. Das hat ihn wohl bis heute am Leben gehalten.“ Ruhig sagt Marlies Brouwer diese Worte, zurückhaltend. Aber jeder spürt, wie sehr sie diese Begegnungen freuen.

Marlies Brouwer sitzt oben in der Vorstandsetage der Verbund-Sparkasse in Och­trup zusammen an einem großen Tisch mit Sparkassendirektor Dr. Peter Eckhardt und Kollege Hans-Peter Zanders, mit Thomas Stüwe, Direktor bei der Provinzial in Münster, und Martin Rehkopp, dem künstlerischen Leiter des Klosters Bentlage. Am Sonntag (10. März) wird im Kloster Bentlage eine Ausstellung mit rund 80 Arbeiten von Hubertus Brouwer eröffnet; in der Verbund-Sparkasse in Ochtrup sind bereits jetzt 20 Exponate ausgestellt.

130 Seiten umfasst der Katalog, der anlässlich der Präsentation herausgekommen ist. Professor Dr. Erich Franz, der vormalige stellvertretende Direktor des LWL-Landesmuseums in Münster, würdigt darin den Menschen und Künstler Brouwer.

In den Niederlanden geboren, kam Brouwer während des Krieges nach Ochtrup. „Die meiste Zeit seines Lebens hat er hier gelebt“, erzählt Marlies Brouwer und erinnert daran, dass ihr Mann in Ochtrup nicht nur künstlerisch gewirkt, sondern auch unterrichtet hat: Kunst und Sport.

Wohl jeder in Ochtrup kennt das Mosaik „Apokalyptischer Reiter“ im Café Laurenz. Die Jüngeren wissen aber vielleicht nicht mehr, dass Hubertus Brouwer es geschaffen hat. Im Eingang der Domkammer im münsterischen Dom hängt ein Porträt von Kardinal Clemens August Graf von Galen. Hubertus Brouwer hat es gemalt – „nach einem Foto, er hat den Kardinal nicht mehr kennengelernt“, sagt Marlies Brouwer.

Auf Initiative des Klosters Bentlage haben sich die Verbund-Sparkasse Emsdetten/Ochtrup, das Stadtmuseum Beckum , das Euregio Kunsthaus in Bocholt und das Museum Junge Kunst in Frankfurt/Oder zusammengeschlossen, um Werke von Brouwer zu zeigen.

Um 11 Uhr wird die Brouwer-Ausstellung an diesem Sonntag in der Ökonomie von Kloster Bentlage eröffnet. Sie ist dort bis zum 14. April dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

Möglich wird die Präsentation in den Häusern durch die Unterstützung der Kunststiftung der Westfälischen Provinzial Versicherung, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und der Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Zwecke im Kreis Steinfurt.

 

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