Jubiläum der Haiku-Gesellschaft
Poesie an der langen Leine

Ochtrup -

Ein Haiku schreiben? „Eigentlich gar nicht schwer“, findet zumindest Finja Brünen. Gemeinsam mit ihren Mitschülern von der Von-Galen-Schule hat die Siebenjährige an einem Schülerwettbewerb anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Deutschen Haiku-Gesellschaft (DHG) teilgenommen. Am Samstagmorgen werden die Gewinner präsentiert.

Montag, 10.06.2013, 19:06 Uhr

Die Von-Galen-Schule ist nicht die einzige gewesen, die mitgemacht hat. Auch zwei Klassen der Lambertischule, Kinder aus Japan , Österreich und Rumänien sowie diverse Einzelteilnehmer versuchten sich an der wohl kürzesten Gedichtform der Welt. Insgesamt nahmen rund 300 Schüler teil. „Da sind wirklich ganz spannende Sachen dabei“, freut sich Organisator Ralf Bröker über die kreativen Ergüsse.

Die besten und schönsten werden am Samstagmorgen an einer langen Leine im Stadtpark ausgestellt. Auch Finjas Haiku findet sich darunter. Kurz vor der Preisverleihung ist die Schülerin richtig aufgeregt. Ob es für den Bücherpreis gereicht hat? Ähnlich geht es Marta Bautista Dinkhoff. Die Sechsjährige hat ihr Haiku ebenfalls im Stadtpark ausgemacht und zittert jetzt der Preisverleihung entgegen.

Doch bevor die Kids an der Reihe sind, wollen die erwachsenen Mitglieder der DHG ihr Jubiläum begehen. Georges Hartmann begrüßt die zahlreichen Mitglieder, Gäste und Teilnehmer des Treffens auf launige Art und Weise. Und auch er findet lobende Worte für die Werke des Nachwuchses. Der darf dann, endlich – nachdem auch die stellvertretende Bürgermeisterin Maria Wiggenhorn Glückwünsche und Grüße überbracht und sich an einem Haiku versucht hat – seine Preise in Empfang nehmen. Martas Haiku erntet dabei besonderes Lob der Jury in ihrer Wertungsklasse, für Finja reicht es gar für den Bücherpreis. In jeder Wertungsklasse hätten sich lobenswerte Stücke gefunden, freut sich Bröker.

Doch während der Nachwuchs seinen „Einsatz“ bereits hinter sich gebracht hat, geht es für die großen Dichter erst richtig los. Neben einer Ausstellung und einer Performance in der Villa warten ein Haiku-Spaziergang, der die Teilnehmer über eine Haiku-Straße bis zum FOC führt, sowie Workshops und am Abend eine Podiumsdiskussion. Den Abschluss macht dann am Sonntagmorgen eine Matinee.

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