Es hätte so schon sein können . . .
Das Musical „Die Leineweberhochzeit“ muss wegen heftigem Dauerregen abgesagt werden

Ochtrup -

Wegen heftigen Dauerregens musste die Aufführungen des Musicals „Die Leineweberhochzeit“ sowohl am Samstagabend als auch Sonntagnachmittag abgesagt werden. Die Karten behalten aber ihre Gültigkeit. Die Organisatoren arbeiten derzeit daran, einen Ausweichtermin zu finden – dieser wird dann allerdings nicht unter freiem Himmel stattfinden.

Sonntag, 08.09.2013, 18:09 Uhr

Gerade wurde es beim Musical „Die Leineweberhochzeit “ auf der Seebühne im Ochtruper Stadtpark spannend. Die Unternehmerstochter Anna Margaretha Caesem (Sandra Lischik) und der junge Leineweber Henrich A. Volkeri (Markus Hesse) begegnen sich zum ersten Mal. Ein tiefer Blick in die Augen des jungen Mannes, und es ist geschehen um Anna Margaretha. Und auch den Leineweber treffen Amors Pfeile. Doch die junge Liebe hat am Samstagabend – ganz im Gegensatz zu dem, was im Drehbuch steht – keine Chance. Regisseur Roland Busch holte seine Akteure nach einer guten halben Stunde von der Bühne – eigentlich sollte es nur eine Pause werden, doch die Aufführung konnte weder am Samstagabend noch am Sonntagnachmittag nachgeholt werden.

Die Mikrofone der Sänger samt Verstärkeranlage hatten bereits kurz vor der Unterbrechung den Dienst quittiert. Derweil drängte sich das Publikum unter Schirmen und Bäumen zusammen oder suchte Schutz am Bierwagen – und wurde immer nasser. Letzteres veranlasste wohl einige Zuschauer dazu, vorzeitig den Heimweg anzutreten. Doch auch das Team um Roland Busch reagierte: Nach einer Krisensitzung sagte es die Veranstaltung schweren Herzens ab und versprach, zunächst am Sonntagmorgen einen weiteren Anlauf zu nehmen. Doch auch am nächsten Tag sollten die Wetterverhältnisse nicht besser sein – ganz im Gegenteil.

Die Flächen an der Seebühne im Stadtpark waren am Sonntagmorgen in einem desolaten Zustand. Alle Vorstellungen mussten gecancelt werden. „Wir konnten es nicht riskieren“, erklärte der erste Vorsitzende des Männerchores, Martin Huckebrink , am Sonntagmorgen gegenüber unserer Zeitung und verwies auf den vollständig durchnässten Bühnenboden, die aufgeweichten Zuschauerränge und die teilweise überschwemmten Wege im Stadtpark. Auch die Wetteraufhellung am Sonntagnachmittag verbesserte die Situation nicht.

Huckebrink tat die Absage vor allem für die vielen Zuschauer leid, die am Samstag so eisern im strömenden Regen ausgeharrt hatten. „Das fällt uns echt schwer“, sagte er. Doch die Sicherheit gehe einfach vor. Wie leicht hätten Zuschauer oder auch Darsteller auf dem glitschigen Untergrund ins Rutschen geraten und sich womöglich bei einem Sturz verletzen können.

Auch die Technik hat gelitten. „Welche Schäden da entstanden sind, können wir noch nicht absehen“, vermeldete Huckebrink.

Eines ist aber schon jetzt sicher: In naher Zukunft soll die Aufführung nachgeholt werden. „Wir arbeiten fieberhaft daran, einen Ausweichtermin indoor zu finden“, so der Vorsitzende. Wann und vor allem wo dieser stattfinden wird, stand am Sonntag noch nicht fest. „Immerhin haben wir pro Vorstellung 750 Karten kalkuliert“, hofft Huckebrink darauf, die passenden Räume für die Musicalaufführung zu finden. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Die Möglichkeit, einen zweiten Open-Air-Versuch zu starten, sieht Huckebrink nicht. Neben der fortgeschrittenen Jahreszeit spielen an dieser Stelle vor allem die Terminkalender der Musiker nicht mit. „Das ist zeitlich nicht machbar“, stellte der Vorsitzende klar. Außerdem wollen die Verantwortlichen mit einer Freiluft-Veranstaltung nicht noch einmal scheitern. „Das Flair werden wir indoor aber wohl nicht wieder hinkriegen“, ist Huckebrink die Enttäuschung anzumerken.

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