Versammlung der Freien Wähler
In Sachen Bürgermeister neutral

Ochtrup -

Eine „tolle Entwicklung“ machen die Freien Wähler Ochtrup in der Töpferstadt aus – und wollen an einer Fortsetzung dieser Entwicklung auch in Zukunft mitwirken. In welchen Bereichen und mit wem genau sie dies bewerkstelligen wollen, stimmten die FWO am Samstag bei ihrer Versammlung ab.

Sonntag, 23.03.2014, 16:03 Uhr

Einig waren sich die Mitglieder der Freien Wähler bei ihrer Versammlung am Samstagnachmittag – trotz einer kleinen Panne bei der Abstimmung über die Wahlbezirkskandidaten und die Reserveliste für die Kommunalwahl am 25. Mai (Sonntag).

So musste der erste Wahlgang formal noch einmal wiederholt werden, weil es Unstimmigkeiten bei der Anzahl der wahlberechtigten Mitglieder gab. Doch das Ergebnis der Zählkommission, das Jörn Oberndörfer verkündete, fiel dafür umso deutlicher aus. Bei den Wahlbezirkskandidaten herrschte Einstimmigkeit, lediglich bei der Abstimmung über die Reserveliste gab es eine Enthaltung.

„Wir haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass die Ochtruper Politik bunter und lebhafter wurde“, lobte die Fraktionsvorsitzende Claudia Fremann die Arbeit der FWO. Entscheidungen seien nicht mehr durch vorhersehbare Mehrheiten einer Partei vorbestimmt, sondern würden durch offene und sachliche Diskussion herbeigeführt. Auch in Zukunft wollen die Freien Wähler unabhängig bleiben und sich keiner anderen Partei anschließen. Beim Thema Bürgermeisterkandidatur bewahren die Freien Wähler ebenso Neutralität. „Wir werden mit dem Bürgermeister zusammenarbeiten, den die Ochtruper wählen“, erklärte der Vorsitzende Michael Reidegeld. Er und Claudia Fremann schworen ihre FWO-Mitglieder noch einmal auf das gemeinsam erarbeitete Wahlprogramm ein.

Inhaltlich wollen sich die FWO für ein ganzheitliches Verkehrskonzept stark machen. Vor allem bei der, so Fremann, „stiefmütterlich behandelten Berg- und Bültstraße“ gelte es anzusetzen. Die Freien Wähler fordern an dieser Stelle einen Praxistest für eine Einbahnstraßenregelung. Der geplante Kreisverkehr an der Bentheimer und Gronauer Straße findet ebenfalls Zustimmung. „Wir glauben, das ist ein Nadelöhr“, so Reidegeld. Er betonte auch die Wichtigkeit der Wirtschaftsförderung. Aktuell gebe es in Ochtrup eine „tolle Entwicklung“, die es weiter voran zu treiben gelte. Die Freien Wähler wollen zudem den Bedarf für ein sogenanntes Gründerzentrum prüfen. „Dieser Bereich wurde bisher vernachlässigt“, so Fremann. Ebenso auf die Fahnen geschrieben haben sich die FWO den Neubau eines Rathauses und die Neukonzeptionierung des Tourismus. „Wir haben durchaus schöne Ecken bei uns abseits des FOC“, machte der Vorsitzende deutlich. Beim Thema Bildung, setzen die Freien Wähler auf das vorhandene dreigliedrige Schulsystem. Anders sieht es beim Hochwasserschutz aus. „Wir haben das Gefühl, dass dieses Thema in den Hintergrund geraten ist“, machte Reidegeld deutlich. Vor allem in den Ortsteilen Langenhorst und Welbergen müssten Maßnahmen ergriffen werden. Ein weiteres Projekt der Freien Wähler ist ein Seniorenbeirat. „Diese Bevölkerungsgruppe wird immer größer. Deshalb müssen wir ihr eine Plattform bieten“, so Fremann. Weiter ausgebaut werden, wenn es nach dem Willen der Freien Wähler geht, soll das Kulturangebot. „Es gibt genügend Kulturinteressierte. Bislang werden sie nur noch nicht richtig abgeholt“, sprach sich Reidegeld gegen „elitäre Veranstaltungen“ mit einem zu hohen Anspruch aus. Ein Ziel wollen die Freien Wähler bereits im Jahr 2015 erreichen: einen ausgeglichen Haushalt.

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