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Drei Fragen an: Stefan Antfang, Leiter der beiden Ochtruper Altenheime

Wie kam es zu den Besuchen der Klinikclowns bei Ihnen?

Samstag, 17.05.2014, 09:05 Uhr

Stefan Antfang: Unsere ehemalige Pflegedienstleiterin hat vor etwa acht Jahren den Kontakt hergestellt und den Stein ins Rollen gebracht. Wir haben schnell gemerkt, was für ein Gewinn die Clowns für unsere Bewohner sind. Sie kommen seither regelmäßig zu uns. Einen Teil der Kosten übernimmt unsere Einrichtung, den anderen Teil trägt der Verein der Klinikclowns selbst. Dafür ist er immer wieder auf Spenden angewiesen. Wenn wir könnten, würden wir die Klinikclowns am liebsten in unser Wochenprogramm einbeziehen.

Was macht ihre Besuche so wertvoll?

Antfang: Es gelingt ihnen, positive Erinnerungen in den Menschen wachzurufen. Das ist wichtig in der Biografiearbeit, gerade auch bei dementiell veränderten Menschen. Die Clowns stehen für vergangene Zirkusbesuche, unbeschwerte Kindertage, für Lachen und Heiterkeit. Oder es sind die alten, vertrauten Lieder, die sie anstimmen und damit etwas in den Menschen auslösen. So sind ihre Rollen überwiegend positiv besetzt.

Gibt es auch gegenteilige Reaktionen?

Stefan Antfang: Für manche Bewohner oder auch Angehörige hat der schrille Aufzug der Clowns im ersten Moment etwas Befremdliches. Aber das ist selten und ändert sich auch fast immer nach dem ersten näheren Kontakt. Die Clowns sind ja keine plumpen Quatschmacher, sondern sehr einfühlsam und können jede Stimmung aufgreifen. So finden sie auf ganz unterschiedliche Weise Zugang zu den Menschen.

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