CDU und SPD nahezu gleichauf
Beide Parteien kommen auf zwölf Sitze

Ochtrup -

Keine Partei erreichte bei der Stadtratswahl am Sonntag die absolute Mehrheit. Während die CDU ihre zwölf Sitze verteidigte, zog die SPD mit ebenfalls zwölf Mandaten gleich. Aufgrund der verlorenen Bürgermeisterwahl war die Feierlaune bei der Union jedoch gedämpft.

Sonntag, 25.05.2014, 22:05 Uhr

Ein ausgesprochen zufriedener Martin Wilke schlenderte am Sonntagabend durch die Villa Winkel. Der Fraktionsvorsitzende der SPD bewertete das Ergebnis der Stadtratswahlen durchweg positiv. Seine Partei hat zwei Sitze hinzugewonnen. Insgesamt kommen die Sozialdemokraten bei 36,1 Prozent damit auf zwölf Vertreter im Rat – genauso viele wie die CDU , die allerdings 36,7 Prozent erreichte. Die Freien Wähler schaffen fünf Sitze (14,9 Prozent) und büßen mit einem Minus von 1,5 Prozentpunkten leicht ein. Die FDP verliert deutliche 4,2 Prozentpunkte (drei Sitze) und die Grünen halten zwei Mandate.

„Die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Mehrheiten gute Sachpolitik zu machen, sind durch dieses Ergebnis besser geworden“, so das Fazit Wilkes. Auch die Freien Wähler zeigten sich zufrieden. „Wir haben das Ergebnis vom letzten Mal bestätigt, leichte Einbußen sind da okay“, sagte die Fraktionsvorsitzende Claudia Fremann . Besonders für neue Parteien sei es schwer, nach dem Einstieg und dem ersten Hype die Zahlen zu halten. Dies sei der FWO allerdings gelungen. „Wir haben gut gearbeitet“, befand Fremann.

Gleiches wusste auch die Vorsitzende der CDU über ihre Mannschaft zu sagen. Doch wirkliche Freude wollte bei Christa Lenderich trotz der zwölf gehaltenen Ratsmandate nicht aufkommen. „Wir hatten uns etwas anderes gewünscht“, sagte Lenderich.

Während die Union mit dem Wahlausgang haderte, konnten die Grünen mit dem Patt der beiden Großen gut leben. „Es wird weiterhin spannend bleiben im Stadtrat“, kommentierte der Fraktionsvorsitzende Werner Füll das Ergebnis. „Es gibt keine absolute Mehrheit – das war unser Ziel.“

Eine ähnliche Meinung vertrat auch der Fraktionsvorsitzende der FDP, Hermann Holtmann. „Die Konstellation im Rat gefällt mir“, freut er sich schon jetzt auf „eine sachbezogene Zusammenarbeit mit allen Parteien“. Dass seine Fraktion ein Ratsmandat verloren habe, sei zu verkraften. „Es war nicht so viel wie befürchtet“, war Holtmann „relativ zufrieden“. Er hatte – aufgrund des schlechten Abschneidens seiner Partei bei der Bundestagswahl – mit noch deutlich weniger Stimmen gerechnet.

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