Unheilig-Gitarrist Christoph Termühlen
Licky stellt sein erstes Solo-Album vor

Ochtrup -

Zusammen mit dem Grafen und den Bandkollegen von Unheilig steht Christoph Termühlen seit einigen Jahren im Rampenlicht. Dennoch steigt das Lampenfieber des Gitarristen, den alle nur Licky nennen, im Moment rapide. Denn der Ochtruper stellt am Donnerstag (3. Juli) in Köln sein erstes eigenes Album vor.

Donnerstag, 03.07.2014, 08:07 Uhr

 Eine Achterbahn der Gefühle liegt hinter ihm, Stunden stetig steigenden Lampenfiebers vor ihm. Dabei sind Konzerthallen und Fernsehstudios längst zu einer Art zweitem Wohnzimmer für Christoph Termühlen geworden. Als Gitarrist der Band Unheilig tourt der Ochtruper, den alle nur Licky nennen, seit Jahren regelmäßig durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und doch ist am Donnerstagabend (3. Juli) alles anders. Denn: Termühlen gibt sein erstes Solokonzert. Im „Underground“ in Köln stellt er seine soeben erschienene CD „Gravity Castle“ vor.

„Ein kleiner Club mit familiärer Atmosphäre“, schwärmt der 49-Jährige. In Momenten wie diesen gewinnt die Vorfreude die Oberhand und lässt das Lampenfieber etwas in den Hintergrund treten. Apropos: Der war bislang zumeist das Terrain des Gitarristen, auch wenn er immer mal wieder Seite an Seite mit dem Grafen im Rampenlicht stand. Der Unheilig-Sänger hat – neben vielen anderen – den Gitarristen dazu ermutigt, den lange gehegten Traum vom eigenen Album Realität werden zu lassen.

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Licky schreibt schon mal Autogrammkarten.

Und das kam so: Nach Absagen von diversen Plattenfirmen versuchte Termühlen sein Glück bei www.startnext.de (unsere Zeitung berichtete). Über die Internet-Plattform werden die unterschiedlichsten Projekte finanziert. Prominentestes Beispiel ist der Kinofilm „Stromberg“. „Das war ein Wagnis“, räumt Frank Everding ein. Der Ochtruper gehört zum Managementteam von Unheilig und unterstützt auch Termühlen. Er ist eigens nach Berlin gefahren, um sich Startnext und die Köpfe dahinter genauer anzusehen. „Die waren sofort Feuer und Flamme, nicht zuletzt aufgrund von Lickys Bekanntheit durch Unheilig“, freut sich Everding. Und so schaffte Termühlen es, per Internet die erforderlichen 40 000 Euro zusammen zu bekommen. Mehr noch: Die sogenannten Supporter, darunter viele Ochtruper, spendierten binnen drei Monaten insgesamt 62 000 Euro. Der Startschuss, um den lange gehegten Wunsch endlich Realität werden zu lassen.

Als Dankeschön hat Termühlen in den vergangenen Tagen jede Menge Geschenkpakete für seine Unterstützer auf den Weg gebracht – natürlich mit der CD drin. Die Musik ist eine Mischung aus dem Rock und Pop der 80er und 90er Jahre, spiegelt aber auch moderne Einflüsse wider. Hier und da erinnert sie an Pink Floyd. Die Texte sind – anders als bei Unheilig – komplett englisch. Nur ein Stück fällt aus dem Rahmen: die Single „Where are you?“, ein Duett mit dem Grafen. „Er singt seinen Part auf Deutsch, ich meinen auf Englisch“, sagt Termühlen. Auf all das dürfen sich die knapp 400 Besucher der Solo-Premiere am Donnerstagabend in Köln freuen. Die Ochtruper im Publikum werden zudem einige bekannte Gesichter auf der Bühne entdecken. Als da wären Unheilig-Schlagzeuger Martin Potthoff, Holger Böking (Bass) und Stefan Schründer (zweite Gitarre), die ihre Wurzeln ebenfalls in der Töpferstadt haben, sowie der Grevener Henning Verlage, der – wie bei Unheilig – am Keyboard steht.

Bis Ende September ist Termühlen noch mit dem Grafen und Unheilig auf Tour. Danach hätte er Zeit für weitere Solo-Konzerte. „Mal schauen, wie das Album ankommt“, bleibt der 49-Jährige gelassen. Die ersten durchweg positiven Reaktionen stimmen ihn zuversichtlich, eines Tages von der Musik leben zu können. Mit Blick auf sein Alter fügt er schmunzelnd hinzu: „Es darf ruhig bald so weit sein.“ Dabei sind Mick Jagger und Co. der beste Beweis dafür, dass Musik keine (Alters-)Grenzen kennt.

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Das Album „Gravity Castle“ ist in Ochtrup im Sportgeschäft Fansation sowie bei Expert Albers erhältlich. Es kostet 15 Euro. Ansonsten wird die CD nur an Fanartikelständen bei „Unheilig“-Konzerten verkauft.

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