Wirtschaftsfrühstück
Fortuna setzt auf Maßanfertigung statt Serienware

Ochtrup -

Die Firma Fortuna Fahrzeugbau war am Donnerstag Gastgeber des Wirtschaftsfrühstücks, zu dem die Stadt regelmäßig in Kooperation mit der Verbund-Sparkasse einlädt. Geschäftsführer Bernd Schwartbeck führte die Teilnehmer durch das Familienunternehmen.

Freitag, 24.10.2014, 07:10 Uhr

Gang durch die Fertigungshalle: Bernd Schwartbeck (2.v.r.) erläuterte den Teilnehmern des Wirtschaftsfrühstücks die Abläufe im Unternehmen.
Gang durch die Fertigungshalle: Bernd Schwartbeck (2.v.r.) erläuterte den Teilnehmern des Wirtschaftsfrühstücks die Abläufe im Unternehmen. Foto: Irmgard Tappe

Bürgermeister Kai Hutzenlaub stellte beim Wirtschaftsfrühstück , zu dem die Stadt Ochtrup in Kooperation mit der Verbund-Sparkasse Emsdetten/Ochtrup am Donnersta zum zehnten Mal eingeladen hatte, noch einmal die Ziele der Veranstaltung vor: „Mit diesem Angebot möchten wir ein Netzwerk zwischen den örtlichen Unternehmen und der Verwaltung aufbauen.“ Gastgeber war diesmal die Firma Fortuna Fahrzeugbau .

Zur Einstimmung gab es Kaffee, Brötchen und angeregte Gespräche unter den rund 50 Teilnehmern. Interessiert verfolgten die Unternehmer sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Verbund-Sparkasse danach die Ausführungen von Fortuna-Geschäftsführer Bernd Schwartbeck . In einem kurzen Statement stellte er die Entwicklung und das Konzept des Unternehmens vor. Mit der Produktion von Miststreuern, Heu-Gebläsen und Schaukelwaschmaschinen fing alles an. Der Großvater des heutigen Geschäftsführers, Bernhard Schwartbeck, gründete die Firma 1946.

Von diesen Relikten aus der Vergangenheit ist nichts mehr zu sehen in den großen Produktionshallen. Das blieb den interessierten Gäste bei der anschließenden Führung durch den Betrieb nicht verborgen. Heute fertigen die Mitarbeiter unterschiedliche Anhängertypen an, die in der Landwirtschaft, im Garten- und Landschaftsbau sowie in der Ladetechnik eingesetzt werden. Ein Markenzeichen, so der Firmeninhaber, seien die individuell konstruierten Sonderfahrzeuge. „Das ist keine Serienware, sondern Maßanfertigung. Und darauf sind wir stolz“, betonte Schwartbeck.

Das expandierende Unternehmen beschäftigt 86 Mitarbeiter, davon 13 Auszubildende. „Wer bei uns eine Ausbildung zum Metallbauer macht, hat eine Chance, übernommen zu werden“, betonte Schwartbeck. Da es im Laufe der Zeit am Standort Alte Maate zu eng wurde und für erforderliche Erweiterungsmöglichkeiten kein Platz war, errichtete der Betrieb weitere Produktionshallen an der Schützenstraße. Das Areal an beiden Standorten umfasst 20 000 Quadratmeter. Durchschnittlich produziert die Firma pro Jahr 500 Fahrzeuge. Als „Paradebeispiel für ein kontinuierlich und nachhaltig geführtes Familienunternehmen“, bezeichnete Hutzenlaub die Ochtruper Firma. Weiter kündigte er an, angesichts der steigenden Resonanz beim Wirtschaftsfrühstück zu überlegen, einen Wirtschaftstag in Ochtrup zu initiieren.

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