Kommentar
Nur kein Schnellschuss

Die Sondersitzung hat ihren Zweck erfüllt: Fünf Experten – darunter Professor Rainer Dollase als unabhängiger Wissenschaftler – haben den Ausschuss für Bildung und Sport umfassend informiert, welche Möglichkeiten es im Hinblick auf die Schulentwicklung in Ochtrup gibt. Damit ist ein erster Schritt gemacht. Gut, dass nun alle das Gehörte bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses im Januar sacken lassen können, um dann zu diskutieren, welche Schritte folgen sollen.

Freitag, 24.10.2014, 10:10 Uhr

Einer davon muss die noch vor der Kommunalwahl vom Rat beschlossene Elterninformation sein. Denn die Mütter und Väter sind es, die durch die Anmeldung ihrer Kinder entscheiden, wie sich die Schullandschaft entwickelt. Und um verantwortungsvoll entscheiden zu können, müssen auch sie eine Chance haben, sich von Experten informieren zu lassen und ihre Fragen zu stellen. Einen ersten Überblick hätten sich die Eltern bereits in der öffentlichen Sondersitzung des Ausschusses verschaffen können. Schade, dass diese Chance nur von nicht einmal zehn Müttern und Vätern genutzt wurde.

Wie auch immer die Politiker nun mit den Aussagen der Experten umgehen, eines darf es auf keinen Fall geben: einen Schnellschuss . Die Entscheidung über das künftige Schulangebot will reiflich überlegt sein. Alles andere ginge klar zu Lasten der Kinder.

Sollte am Ende der Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems stehen, muss es dennoch bereits ein Konzept, möglichst getragen von allen Parteien, geben – für den Fall, dass die Anmeldezahlen der Hauptschule so weit zurückgehen, dass die Einrichtung in ihrem Bestand gefährdet ist. Denn dann ist schnelles Handeln gefragt. 

   Anne Eckrodt

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