Adventsmarkt auf dem Berg
Im Weihnachts-Wunderland

Ochtrup -

Sehen und gesehen werden: Die vorweihnachtliche Adventsstimmung hat wieder unzählige Leute auf „Ochtrups höchste Erhebung“ gelockt. Menschen aller Altersgruppen sind gekommen. „Wir gehen jedes Jahr hierher. Uns gefällt die Atmosphäre und man trifft viele Bekannte“, ist eine viel zitierte Aussage der Besucher.

Sonntag, 23.11.2014, 20:00 Uhr

Anziehungspunkt der Ochtruper am letzten Wochenende vor Beginn der Adventszeit: Der Markt auf dem Berg verbreitet eine besondere Stimmung.
Anziehungspunkt der Ochtruper am letzten Wochenende vor Beginn der Adventszeit: Der Markt auf dem Berg verbreitet eine besondere Stimmung. Foto: ta

Die Sonne versinkt am späten Samstagnachmittag hinter dem Ochtruper Berg, und am Horizont leuchtet das Abendrot. „Ein schöner Tag ist das heute. Das Wetter passt, und man kommt schon jetzt in Weihnachtsstimmung“, stellt eine Frau fest, die mit ihrer Schwester über den Vor-Adventsmarkt an der Bergwindmühle schlendert. Diese vorweihnachtliche Adventsstimmung hat wieder unzählige Leute „auf Ochtrups höchste Erhebung“ gelockt. Menschen aller Altersgruppen sind hier vertreten. „Wir gehen jedes Jahr hierher. Uns gefällt die Atmosphäre und man trifft viele Bekannte“, ist eine viel zitierte Aussage der Besucher.

Unter all den großen und kleinen Leuten ist auch die kleine Mila mit ihren Eltern. „Stell dir vor, der Nikolaus kommt heute höchstpersönlich hierher“, sagt Milas Mama. Die Dreijährige und all die vielen anderen Kinder kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Menschen sehen sie, unzählige Menschen. Und inmitten dieser Menschenmenge taucht plötzlich der Nikolaus und sein Knecht Ruprecht auf. Die Kleinen haben glühende Wangen vor lauter Aufregung. Ganz nah dürfen sie beim Nikolaus sein, der süße Sachen und Stutenkerle verteilt. Ach, ist das schön. Fast so, als sei der Himmel auf die Erde gefallen. „Bist du der Weihnachtsmann?“, fragt ein Junge den Nikolaus. „Aber nein“, sagt dieser mit ruhiger Stimme. „Ich bin der Nikolaus und habe vor langer Zeit als Bischof von Myra hier auf der Erde gelebt.“ Dann erzählt er den vielen Kindern und Erwachsenen seine Geschichte.

Inzwischen ist es dunkel geworden. Die beleuchteten Holzhütten ranken sich wie ein Lichtermeer um die Bergwindmühle. Unten am Fuß der Mühle ist das Gedränge so groß, dass sich die Menge stellenweise nur langsam vorwärts schiebt. In den Hütten gibt es Gebasteltes, Genähtes und Geschnitztes zu sehen und zu kaufen. Der Geruch von Bratwurst, Glühwein, Popcorn und Reibeplätzchen vermischt sich mit dem „Ramtamtamtam“ des kleinen Trommlers, das der Christliche Posaunenchor gerade zu Gehör bringt. Im Wechsel mit den Ochtruper Volksmusikanten erfreut das Ensemble die Besucher mit bekannten Weihnachtsliedern.

Die kleine Mila ärgert sich, das Mama und Papa so viele Bekannte treffen, mit denen sie über lauter uninteressante Dinge plaudern. Sie findet die beiden Esel am Hintereingang der Bergwindmühle viel interessanter. Echte, lebendige Esel sind das, und Mila würde sie am liebsten füttern. Aber Papa sagt, das sei nicht erlaubt.

Viele Leute gehen auch in die Mühle hinein. Dort gibt es handgeschnitzte Krippen. Mama möchte aber lieber noch die Buden mit den Holzschnitzereien, Handarbeiten, Körnerkissen, Filztaschen, Adventsgestecken und anderen schönen Dingen ansehen. Jetzt hat Mila den leuchtenden Stern entdeckt, der auf dem Bergwindmühlendach thront. Ob dort oben in der Mühle wohl Frau Holle wohnt? Oder Rapunzel? Oder sogar der Nikolaus?

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2896566?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F2590917%2F4852081%2F
Nachrichten-Ticker