Buntes Grimm-Abenteuer
Ensemble der Freilichtbühne gastiert in Ochtrup

Ochtrup -

Als textsicher erwiesen sich die Zuschauer bei der Aufführung des Märchens „Hänsel und Gretel“ in der Aula der Realschule. Dort gastierte das Ensemble der Freilichtbühne Bad Bentheim auf Einladung des Jugendfördervereins.

Montag, 15.12.2014, 23:12 Uhr

Als sich Hänsel und Gretel im Wald verirren, treffen sie natürlich auf die Hexe, aber auch auf freundliche Tiere.
Als sich Hänsel und Gretel im Wald verirren, treffen sie natürlich auf die Hexe, aber auch auf freundliche Tiere. Foto: smt

Knusper , knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“, schallt es aus der einen Ecke. „Der Wind, der Wind das himmlische Kind“, aus der anderen. An dieser Stelle ist wohl jeder Märchenkenner textsicher. Das bewiesen nicht nur die jungen Zuschauer, die am Sonntagnachmittag in der Aula der Realschule der musikalischen Inszenierung von „Hänsel und Gretel“ durch das Ensemble der Freilichtbühne Bad Bentheim lauschten. Mit den Liedern aus der Oper von Engelbert Humperdinck begleitete das Publikum die beiden Geschwister bei ihren magischen Abenteuern.

Statt düsterer und unheimlicher Gestalten trafen Hänsel und Gretel, während sie umher irrten, auf lustige und bunte Lebewesen. Sie begegneten zum Beispiel dem verschnupften Sandmännchen, das durch sein Niesen den Schlafsand im ganzen Wald verstreute und dabei sogar die Bäume und Eulen in einen tiefen Schlaf versetzte. Sie freundeten sich mit den sprechenden Tieren an, welche die Geschwister durch den Wald begleiteten. Und sie stießen natürlich auf die Hexe, die Hänsel und Gretel mit ihrem Lebkuchenhaus anlockte und gefangen nahm.

Das Besondere an der Bentheimer Inszenierung war, dass einige Figuren der Textbuchautorin Katharina Grosse in die Geschichte eingearbeitet wurden. So sorgten zwei Pilze, die hin und wieder im Wald auftauchten und das Geschehen beobachteten, mit ihrer witzigen Art für viele Lacher im Publikum. Außerdem gab es den stolzen Raben, der mit seinem Standardsatz – „Hier herrscht ja mal wieder eine Bombenstimmung!“ – den Wald aufmischte. Und dann waren da noch die alten schusseligen Kräuterweiber Traudel und Grunilla, die versuchten, Hänsel und Gretel vor der bösen Hexe zu beschützen, was ihnen jedoch nicht so richtig gelingen wollte.

„Diese Elemente sind lebendig und lustig – wir wollten nicht, dass die Kinder Angst haben“, erklärte Regisseurin Bärbel Grosse. Die spritzige Umsetzung ist ihr gelungen, wie die Reaktion des Ochtruper Publikums zeigte. Die großen und kleinen Zuschauer lachten viel und bestätigten damit, dass es eine gute Entscheidung des Jugendfördervereins war, das Ensemble mit seiner Winteraufführung in die Töpferstadt zu holen.

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