Hinterlandbebauung Eichendorffallee
Mehrheit der Anlieger lehnt Pläne ab

Ochtrup -

Die Pläne der Immobilienfirma Grünewald und Niesing sowie eines Anliegers, im Bereich Eichendorffallee/Stahmstraße eine Hinterlandbebauung zuzulassen, stoßen bei der Mehrheit der anderen Grundstückseigentümer auf Ablehnung. Das ist das Ergebnis einer Bürgerversammlung, zu der die Stadt am Donnerstagabend eingeladen hatte.

Samstag, 10.01.2015, 09:01 Uhr

Klare Stellungnahme: Bei einer Bürgerversammlung sprachen sich die Anlieger von Eichendorff­allee und Stahmstraße gegen das Anliegen der Stadt aus.
Klare Stellungnahme: Bei einer Bürgerversammlung sprachen sich die Anlieger von Eichendorff­allee und Stahmstraße gegen das Anliegen der Stadt aus. Foto: Martin Fahlbusch

Auf den ersten Blick schien das Anliegen nachvollziehbar. Im Rahmen einer Bürgerversammlung wollte die Stadt vor weitergehenden Überlegungen und politischen Entscheidungen in Sachen Hinterlandbebauung im Bereich Eichendorffallee /Stahmstraße am Donnerstagabend im Sitzungszimmer der Stadtwerke ein Meinungsbild der Grundstückseigentümer abfragen. Auslöser des ganzen ist ein entsprechender Antrag der Immobilienfirma Grünewald und Niesing.

Ausgemachter Wille der der Stadt übergeordneten Genehmigungsbehörden ist eine verstärkte Skepsis, wenn bei der Ausweisung neuer Bebauungspläne zusätzlicher Flächenbedarf nötig wird. Verdichtung heißt eine aktuell befürwortete Strategie. So sollen mögliche, schon im Stadtgebiet vorhandene, derzeit für eine Bebauung aber nicht genutzte Flächen zuerst in den Blick genommen werden.

In der Bürgerversammlung ging es der Verwaltung auch darum, zu klären, ob andere Grundstückseigentümer an einem solchen Vorhaben mit Blick auf ihre eigenen Flächen Interesse hätten. Doch das von der Ersten Beigeordneten Birgit Stening, Bauamtsleiter Ulrich Koke und Verwaltungsmitarbeiterin Annegret Thiemann präsentierte Anliegen, traf auf nahezu einhellige Ablehnung.

An einem großflächigeren, dann auch öffentlichen und mit einer Kostenbeteiligung verbundenen Projekt war die Mehrheit der Anwesenden nicht interessiert. „Ich möchte mit Blick auf die vorhandene Lebensqualität meinen künftigen Ruhestand in dem bestehenden Rahmen und unter den vorhandenen räumlichen Gegebenheiten genießen können“, brachte es ein Grundstückseigentümer auf den Punkt. Das formulierte er auch deutlich in Richtung der anwesenden Politiker.

So wird sich der an einer Bebauung interessierte Anlieger wohl nach einer privaten Lösung für die Nutzung seines großen Grundstücks umsehen müssen. Vorausgesetzt die Politiker berücksichtigen in ihrer anstehenden Entscheidung zu dem Antrag der Immobilienfirma das deutliche Votum dieser Anliegerversammlung.

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