Rat beschließt Kreisverkehr am Nienborger Damm
Entscheidung fällt denkbar knapp aus

Ochtrup -

Denkbar knapp hat der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen am Nienborger Damm einen Kreisverkehr zu errichten. Zuvor gab es eine kontroverse Diskussion.

Samstag, 28.02.2015, 15:02 Uhr

Kreisverkehr beschlossen: Im Kreuzungsbereich von Nienborger Damm/Dietrich-Bonhoeffer-Straße/Sandkuhle soll noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.
Kreisverkehr beschlossen: Im Kreuzungsbereich von Nienborger Damm/Dietrich-Bonhoeffer-Straße/Sandkuhle soll noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden. Foto: Erhard Kurlemann

Im Kreuzungsbereich Nienborger Damm/Dietrich-Bonhoeffer-Straße/Sandkuhle wird noch in diesem Jahr ein Kreisverkehr gebaut. Das hat der Rat am Donnerstagabend beschlossen. Das Gremium votierte mit 18 Ja-Stimmen, bei 17 Gegenstimmen. Über die konkrete Gestaltung soll im Tiefbauausschuss beraten werden.

Der Entscheidung vorangegangen war eine kontroverse Diskussion. Während die Fraktionen von SPD , Grünen und FDP auf eine Entscheidung in dieser Ratssitzung drängten, hätten CDU und FWO sie gerne vertagt. Der Vorschlag der CDU: eine Mittelinsel mit einseitiger Fahrbahnverschwenkung. Der Fraktionsvorsitzende, Hajo Steffers , hatte zu Beginn beantragt, die Entscheidung zu vertagen und stattdessen den Tiefbauausschuss als Fachgremium zu ermächtigen. Dort sollten dann beide Alternativen beleuchtet werden. Die Fraktion der Feien Wähler war da ganz auf Seiten der CDU. Ihr war es wichtig, auch die Kosten – ein Kreisverkehr ist die deutliche teurere Variante – gegenüberzustellen. Martin Grave ergänzte, dass es auf die Frage, ob nun ein Kreisverkehr oder eine Mittelinsel die sicherere Variante sei, keine Aussage gebe. „Jetzt darüber abzustimmen halte ich für fahrlässig“, schlussfolgerte Grave.

Das stieß auf Widerstand von Seiten der SPD. „Über diesen Kreisverkehr ist viel diskutiert worden. Die Standpunkte sind klar. Ich denke, wir sind in der Lage , die Frage hier zu entscheiden“, so die Ansicht von Martin Wilke. Vincent ten Voorde stieß ins gleiche Horn wie der Fraktionsvorsitzende und betonte, dass Argumente nun lange genug ausgetauscht worden seien. Noch deutlicher wurde Matthias Dankbar: „Da muss jetzt jeder die Hosen runterlassen und entscheiden, Kreisverkehr ja oder nein.“ Und der Rat fällte eine Entscheidung – denkbar knapp: Es wird einen Kreisverkehr geben.

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