Unheilig erneut Preisträger
Ein Echo zum Abschied

Ochtrup -

Bei der Echo-Verleihung in Berlin siegten Unheilig in der Kategorie „Gruppe Rock/Alternativ national“. Die Band nahm den Musikpreis ohne die beiden Ochtruper Christoph „Licky“ Termühlen (Gitarre) und Martin „Potti“ Potthoff (Schlagzeug) entgegen, die beruflich verhindert waren. Mit dabei war aber Manager Markus Tombült, der fand: „Zum Abschluss noch einen Echo zu gewinnen, das ist der Gipfel der Genüsse.“

Samstag, 28.03.2015, 09:03 Uhr

Der Graf (l.) und Henning Verlage sahnten bei der Echo-Verleihung in Berlin in der Kategorie „Rock/Alternativ national“ ab, wo sich Unheilig unter anderem gegen Kraftclub und die Beatsteaks durchsetzten.
Der Graf (l.) und Henning Verlage sahnten bei der Echo-Verleihung in Berlin in der Kategorie „Rock/Alternativ national“ ab, wo sich Unheilig unter anderem gegen Kraftclub und die Beatsteaks durchsetzten. Foto: Markus Tombült

Zum wiederholten Mal erhielten Unheilig am Donnerstagabend in Berlin einen Echo. Die Band, zu der die beiden Ochtruper Christoph „Licky“ Termühlen (Gitarre) und Martin „Potti“ Potthoff (Schlagzeug) gehören, gewann den von der Deutschen Phonoakademie vergebenen Musikpreis mit ihrem Album „Gipfelstürmer“ in der Kategorie „Rock/Alternativ national“.

Der Graf, Sänger und Frontmann von Unheilig, sowie der aus Greven stammende Keyboarder Henning Verlage mussten die Auszeichnung allerdings ohne die beiden Töpferstädter entgegen nehmen. Die Preisverleihung ließ sich nicht mit den beruflichen Verpflichtungen von „Licky“ und „Potti“ vereinbaren, verriet Manager Markus Tombült , der die Band zusammen mit drei Kollegen von Fan-Sation in die Hauptstadt begleitete. „Sie haben ganz normale Jobs und mussten rechtzeitig zur Arbeit.“

Die Echo-Gala mit Barbara Schöneberger als Gastgeberin war trotzdem ein ganz besonderes Ereignis für den Ochtruper. So viele nationale und internationale Stars auf einem Fleck, das ist auch für Tombült kein alltäglicher Anblick. „Bei Fernsehshows trifft man den einen oder anderen, aber nicht so viele auf einmal.“ Aus diesem Grund sei eine solche Veranstaltung für die Band ebenfalls ein echtes Highlight. „Henning und der Graf haben zwischen Helene Fischer und Udo Lindenberg gesessen, das war schon ein Erlebnis“, berichtete der Manager, der sich besonders über das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten aus der Musikbranche bei der After­show-Party freute. „Das ist der schönste Teil. Da hat man dann auch Zeit, sich ein bisschen zu unterhalten.“

Die eigentliche Preisverleihung stand ganz im Zeichen Helene Fischers, der Schlagerstar gewann ganze vier Preise. Unheilig waren zwar nur in einer Kategorie nominiert, in der sie sich gegen die Beatsteaks, das Farin-Urlaub-Racing-Team, Element of Crime und Kraftclub durchsetzten – das schmälerte die Freude über die Auszeichnung jedoch nicht. „Die Band hört im September 2016 auf“, erinnerte Tombült. Und fand: „Zum Abschluss noch einen Echo zu gewinnen, das ist der Gipfel der Genüsse.“

Die Dankesrede, die zu jeder Auszeichnung gehören, überließ der Graf übrigens dem Grevener. „Henning hat das toll gemacht“, fand der Manager. Der Frontmann der Band, die 2010 mit „Geboren um zu leben“ ihren größten Hit hatte und in diesem Frühjahr mit ihrem aktuellen Album „Gipfelstürmer“ auf Tour geht, zieht sich bereits jetzt etwas aus der Öffentlichkeit zurück und hielt sich deshalb auch bei der Echo-Gala im Hintergrund. Dafür hinterließ er auf der Unheilig-Homepage ein paar persönliche Worte: „Danke, liebe Fans, dass wir durch euren Support und eure Treue so viel erreicht haben. Ich danke euch von Herzen! Ich umarme euch, euer Graf.“

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