Ochtrup vom Winde verweht
Feuerwehr rück zweimal aus

Ochtrup -

Orkantief „Niklas“ sorgte auch in Ochtrup für Trubel. Die Feuerwehr war am Dienstag zweimal im Einsatz, um umgewehte Bäume zu zersägen. Doch auch der Bahnverkehr fiel dem Sturm zum Opfer. Die Reisenden mussten spontan umsatteln.  

Mittwoch, 01.04.2015, 10:04 Uhr

Aufräumarbeiten: Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr räumen am Alt Metelener Weg Bäume zur Seite, die der Sturm umgeknickt hatte.
Aufräumarbeiten: Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr räumen am Alt Metelener Weg Bäume zur Seite, die der Sturm umgeknickt hatte. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Vor orkanartige Böen im Kreis Steinfurt mit Geschwindigkeiten zwischen 105 und 115 Kilometern warnte am Dienstagmorgen der deutsche Wetterdienst. Im Laufe des Vormittags nahm Orkantief „Niklas“ mächtig Fahrt auf – auch in Ochtrup blieb das nicht ohne Folgen.

Die Stadt Ochtrup sperrte sicherheitshalber den Stadtpark für Besucher. „Aufgrund des starken Windes ist das angebracht“, betonte Jörg Veldermann vom Ordnungsamt im Gespräch mit unserer Zeitung.

Währenddessen war am Bahnhof in Ochtrup kein Fortkommen mehr. „Aufgrund der Vielzahl der Streckenbeeinträchtigungen durch den Sturm wird der Nahverkehr in ganz Nordrhein-Westfalen ab 11 Uhr vollständig eingestellt“, teilte die Bahn in einer Presseinformation mit. Für die Zugreisenden am Ochtruper Bahnhof gab es diese Information jedoch nicht. Keine Durchsage, keine Aushänge. Einige Reisende hörten die Nachricht zufällig im Radio, andere stießen im Internet auf die Meldung. „Am Bahnsteig gab es gar keine Infos“, ärgerte sich Anne Schulten. Die Ochtruperin hätte eigentlich den Zug um kurz vor 12 Uhr in Richtung Steinfurt-Borghorst nehmen wollen. Spontan schloss sie mit der Nordwalderin Naime Buza eine Taxi-Fahrgemeinschaft.

Die Feuerwehr hielt Sturm „Niklas“ ebenfalls auf Trab. Nachdem sich am frühen Dienstagmorgen bereits ein Baum an der Hauptstraße im Ortsteil Langenhorst verabschiedet hatte, rückte die Wehr am Nachmittag gegen 14 Uhr erneut aus. Am Alt Metelener Weg waren zwei Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen. Sie versperrten die Straße. Die Feuerwehr war mit zwölf Kameraden vor Ort. Mithilfe von Motorsägen zerlegten sie die beiden im Durchmesser etwa 25 und 15 Zentimeter dicken Stämme und machten so den Weg für den Verkehr wieder frei. „Die Bäume wurden in die Gräben gelegt“, berichtete Einsatzleiter Karl Wierling. Im Anschluss reinigten seine Leute die Straße und rückten ab.

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