Ein glückliches Leben für neue Generationen
Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges

ochtrup -

Mit einer Gedenkfeier haben zahlreiche Ochtruper am Freitagabend an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren erinnert. Leistungskursschüler des Gymnasiums enthüllten an der Gedenkstätte Hellstiege eine neue Informationsstelle.

Montag, 11.05.2015, 11:05 Uhr

Gedenken: Am Freitagabend versammelten sich zahlreiche Ochtruper an der Gedenkstätte Hellstiege. Sie erinnerten an das Ende des Zweiten Weltkrieges. Schüler des Leistungskurses Geschichte des Gymnasiums enthüllten eine Stele zur Erinnerung.
Gedenken: Am Freitagabend versammelten sich zahlreiche Ochtruper an der Gedenkstätte Hellstiege. Sie erinnerten an das Ende des Zweiten Weltkrieges. Schüler des Leistungskurses Geschichte des Gymnasiums enthüllten eine Stele zur Erinnerung. Foto: Irmgard Tappe

Es ist geschafft. Auf Initiative der neun Schüler des gegenwärtigen Geschichtsleistungskurses Klasse 12 vom Städtischen Gymnasium hat die einst so verwitterte Gedenkstätte an der Hellstiege wieder ein Gesicht bekommen. Das wurde allen bewusst, die sich am Freitagabend dort zu einer Gedenkfeier anlässlich des Kriegsendes am 8. Mai 1945 eingefunden hatten.

Bürgermeister Kai Hutzenlaub griff in seiner Gedenkrede das Motto „Erinnern für die Zukunft“ auf und appellierte an die Verantwortung der nachfolgenden Generationen für Frieden und Demokratie. Nur unter dieser Prämisse könne der Leitgedanke mit Inhalt gefüllt werden.

Eine neue Stele mit Schrifttafel, die die Leistungskursteilnehmer am Ende der Gedenkveranstaltung enthüllten, erinnert an die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges . Die jungen Leute möchten damit ein Zeichen setzen, um Fehlverhalten der Vergangenheit zu vermeiden. „Nur ein reflektierter Blick schützt vor künftigen Fehlern“, betonte der Schüler Gerrit Krampe , als er die Beweggründe und den Ablauf dieses Friedhofsprojektes noch einmal Revue passieren ließ.

„Ihr habt euch aktiv dafür eingesetzt, diese Gedenkstätte in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit aufzuwerten. Wir brauchen solche jungen Menschen, die sich mit den lokalen Lebensgeschichten dieser Epoche auseinander setzen, damit Daten und Fakten aus den Geschichtsbüchern nachvollziehbarer werden“, würdigte Hutzenlaub das Engagement der Schüler und ihres Kursleiters Andreas Pohlmann sowie der Stadtarchivarin Karin Schlesiger. Sein Dank galt außerdem dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, dem Schützenverein Alt und Jung, dessen Mitglieder ebenfalls Hand angelegt hatten, den örtlichen Sponsoren und allen, die Interesse an dem Projekt bekundet hatten.

Die neu errichtete Stele nannte Hutzenlaub eine wichtige Informationsquelle im Ochtruper Stadtbild. „Bestückt mit Wissenswertem zu dieser Gedenkstätte soll sie uns Mahnung und Symbol sein“, so der Bürgermeister.

Dann gab er das Wort weiter an die Gäste aus Och­trups französischer Partnerstadt Estaires. Drei Vertreter aus Rat und Verwaltung sowie fünf Jugendliche waren eigens zu dieser Veranstaltung angereist. „Setzen wir das Werk für ein glückliches Leben zukünftiger Generationen fort. Seien wir die Handwerker und Bauarbeiter einer verantwortlichen Welt, auf die wir zusammen stolz sein können“, hieß es in dem Grußwort, das die Estairois im Wechsel vortrugen. Dann legten die französischen Partner Blumen an der Gedenkstätte nieder.

Eine vierköpfige Formation der Bigband des Gymnasiums untermalte dieses bewegende Gedenken 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges.

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