Baustelle Lambertischule
„Bedarf sprunghaft gestiegen“

Ochtrup -

Matthias Gertz vom Amt für Planen, Wohnen und Umwelt der Stadt Ochtrup geht seit einigen Monaten wieder regelmäßig zur (Lamberti-)Schule. Und das gerne.

Samstag, 20.06.2015, 17:06 Uhr

Schüler und Lehrer der Lambertischule müssen mit Baulärm leben. Sie freuen sich aber auch darüber, dass ihre Schule größer wird.
Schüler und Lehrer der Lambertischule müssen mit Baulärm leben. Sie freuen sich aber auch darüber, dass ihre Schule größer wird. Foto: Martin Fahlbusch

Matthias Gertz vom Amt für Planen und Wohnen der Stadt Ochtrup geht seit einigen Monaten wieder regelmäßig zur (Lamberti-)Schule. Und das gerne. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Gertz muss nichts nachholen, er besucht die Grundschule rein dienstlich. Der Architekt der Stadtverwaltung betreut nacheinander mehrere Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen.

Drei zusätzliche Klassenräume und Bereiche, um der Inklusion gerecht werden zu können, sind bereits nach den Osterferien fertiggestellt worden. Im Moment führt der Weg von Gertz durch die Schule regelmäßig in die Mensa, die auch von Schülern der Offenen Ganztagsschule (OGS) genutzt wird. „Wir sind von der Entwicklung, wie viele andere Schulen auch, regelrecht überrollt worden“, berichtet Schulleiterin Marlies Lütkehermölle . Der Bedarf an Plätzen in der OGS sei sprunghaft gestiegen, die Wartelisten pickepackevoll.

„Derzeit hat die Mensa rund 64 Quadratmeter; wir erweitern in den Gott sei Dank vorhandenen rückwertigen und bisher unbebauten Raum hinter der Schule auf dann 118 Quadratmeter“, erläutert der Baufachmann am Freitagmorgen vor Ort. Der Betrieb im Mensaraum kann vorläufig unbeeinträchtigt weiterlaufen, weil die derzeitige Fensterfront sozusagen die dichte Trennlinie zu dem neu erstellten Erweiterungsbereich bildet.

„Wir freuen uns natürlich, dass auch unsere räumlichen Möglichkeiten im wahren Sinne des Wortes größer werden. Aber froh sind wir auch ein wenig, dass die anstehenden lärmintensiven Abbrucharbeiten in den in der nächsten Woche beginnenden Sommerferien laufen werden“, scheint Marlies Lütkehermölle schon etwas erleichtert zu sein.

Wenn dann alles nach den Herbstferien fertig ist, ersetzt die bisherige Fensterfront eine sogenannte Staubschutzwand. Letztere ist erforderlich, damit der Betrieb nach der schulischen Sommerpause weiterlaufen kann. Rechnet man alle baulichen Maßnahmen zusammen, kommen rund 258 000 Euro Kosten auf die Stadt zu; Möbel und andere Ausstattungen noch nicht eingerechnet.

„Die OGS der Lamberti­schule , die ja auch in den Sommerferien weiterläuft, wird für eine gewisse Zeit in die Marienschule umziehen“, informierte Matthias Gertz. „Die Essenausgabe wird um einen Vorratsraum bei der aktuellen Baumaßnahme erweitert, und wir schaffen auch eine zusätzliche Möglichkeit, die Außenspielgeräte vernünftig unterzubringen.“ Die erweiterte Grundschulzeit wird für Matthias Gertz also noch einige Zeit weiterlaufen.

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