Unterstützung für die Verwaltung
Städtebauliche Untersuchung des Bereichs zwischen Poststraße und Kirchplatz

Ochtrup -

Die Interessen gleich mehrerer Investoren und Grundstückseigentümer gilt es, für die Gestaltung des Bereichs zwischen Poststraße und Lambertikirchplatz unter einen Hut zu bringen. Dafür braucht die Verwaltung Unterstützung. Der Ausschuss für Planen und Bauen hat diese in seiner Sitzung am Dienstagabend gewährt.

Donnerstag, 10.09.2015, 15:09 Uhr

Zurzeit bestimmen Handwerker und Baufahrzeuge das Bild zwischen Poststraße und Lambertikirchplatz. Die Stadt möchte dieses Areal städtebaulich untersuchen lassen. Im Ausschuss für Planen und Bauen gab es für dieses Vorhaben jetzt Unterstützung.
Zurzeit bestimmen Handwerker und Baufahrzeuge das Bild zwischen Poststraße und Lambertikirchplatz. Die Stadt möchte dieses Areal städtebaulich untersuchen lassen. Im Ausschuss für Planen und Bauen gab es für dieses Vorhaben jetzt Unterstützung. Foto: Anne Steven

Die Diskussionen waren umfangreich, doch letztlich fand der Ausschuss für Planen und Bauen am Dienstagabend zu einer einvernehmlichen Lösung. Einstimmig votierte das Gremium dafür, ein externes Planungsbüro mit der städtebaulichen Untersuchung für den Bereich zwischen Poststraße und Lambertikirchplatz zu beauftragen.

Zunächst war das Anliegen der Verwaltung jedoch auf Ablehnung gestoßen. „Das sollten wir so nicht beschließen“, stellte der Fraktionsvorsitzende der CDU , Hajo Steffers, gleich zu Beginn klar. Seine Befürchtung, die Stadt würde den Investoren in diesem Bereich die Arbeit abnehmen, teilten auch Hermann Holtmann ( FDP ) und Martin Grave (FWO). Letzterer fügte an, dass er für eine städtebauliche Untersuchung „keinen Mehrwert“ sehe.

Doch an dieser Stelle schaltete sich die Verwaltung in die Diskussion ein. Bauamtsleiterin Karin Korten machte deutlich, wie wichtig „diese Ecke“ für die Verbindung von FOC und Innenstadt sei. Die Verwaltung wolle gemeinsam mit den Investoren Lösungsvorschläge erarbeiten. „Es gibt erste Ideen. Die Frage ist aber, wie arbeitet man zusammen. Alle Eigentümer sollten dabei an einem Strang ziehen“, so die Vorstellung der Bauamtsleiterin.

Bürgermeister Kai Hutzenlaub ergänzte, dass die städtebauliche Planung dieses Bereichs unbedingt Aufgabe der Stadt sei. Auch die Investoren würden sich auf ein Mitdenken der Kommune berufen. „Es ist wichtig, dass wir eine Vorstellung entwickeln“, so der Verwaltungschef. Wichtige Kriterien seien die Schaffung von Parkplätzen, die Nähe zum Lambertikirchplatz und die Erhaltung des Platzcharakters dort sowie eben auch die Interessen der Investoren. Diesen wolle die Stadt jedoch keinesfalls „hinterherlaufen“, sondern eigene Ideen entwickeln.

„Es geht darum, in diesem Planverfahren für die Verwaltung eine Unterstützung zu haben“, machte die Erste Beigeordnete Birgit Stening deutlich. Die Verwaltung befinde sich in der „extremen Lage“ mit gleich drei Investoren Gespräche zu führen, so der Bürgermeister. Eine fachliche Begleitung durch Spezialisten auf dem Gebiet der städtebaulichen Planung sei deshalb notwendig.

Die SPD sprach sich für den Antrag aus. „Es erscheint mir sinnvoll, der Verwaltung Unterstützung zu gewähren und ihre Arbeit nicht zu behindern“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Martin Wilke. Das Planungsbüro könne in diesem Zusammenhang auch als eine Art Mediator zwischen der Stadt und den beteiligten Investoren betrachtet werden, versuchte sich der Ausschussvorsitzende Matthias Dankbar (SPD), an einer Vermittlung, die schließlich fruchtete. Das letzte Wort hat jedoch der Rat.

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