Ein bisschen wie Konfetti
12. Wirtschaftsfrühstück: Verwertungszentrum Kockmann

Ochtrup -

Die zwölfte Auflage des Wirtschaftsfrühstücks fand am Dienstagmorgen im Verwertungszentrum Kockmann statt. Nach einleitenden Worten durch die Geschäftsführer Martin Brinkschmidt und Gisbert Schulte-Bücker unternahmen die zahlreichen Teilnehmer einen Rundgang über das 170 000 Quadratmeter große Gelände im Weinerpark.

Mittwoch, 16.09.2015, 13:09 Uhr

Betriebsführung: Petra Nagelmann (M.), Mitarbeiterin Einkauf/Vertrieb, erklärte den zahlreichen Teilnehmern des Wirtschaftsfrühstück bei einem Rundgang über das Gelände im Weinerpark die Arbeitsweise im Verwertungszentrum Kockmann.
Betriebsführung: Petra Nagelmann (M.), Mitarbeiterin Einkauf/Vertrieb, erklärte den zahlreichen Teilnehmern des Wirtschaftsfrühstück bei einem Rundgang über das Gelände im Weinerpark die Arbeitsweise im Verwertungszentrum Kockmann. Foto: Anne Steven

„Der Brinkschmidt nimmt das vorne an und kippt das dann irgendwo hin“, diesen flapsigen Spruch hat Martin Brinkschmidt schon oft gehört. Dem Geschäftsführer des Verwertungszentrums Kockmann lag bei der zwölften Auflage des Wirtschaftsfrühstücks am Dienstagmorgen daran, dieses Gerücht zu widerlegen. Schließlich sagt schon der Begriff „Verwertungszentrum“ viel über die verschiedenen Unternehmensbereiche aus.

Die Anfänge des Betriebes liegen im Jahr 1984. Damals gründete Josef Kockmann ein klassisches Lohnunternehmen. 1996 kaufte Brinkschmidt den Betrieb und machte ihn – darauf legt er Wert – mit vielen fleißigen Händen zu dem, was er heute ist.

Vom Schützenweg mit 3000 Quadratmetern Fläche ging es zunächst ins Gewerbegebiet Am Langenhorster Bahnhof und damit auf 8900 Quadratmeter. 2011 erfolgte der Umzugs ins Gewerbegebiet Weinerpark. Dort wird mittlerweile auf einer Fläche von 170 000 Quadratmetern gearbeitet und vor allem verwertet.

Etwa 120 Mitarbeiter beschäftigt das Verwertungszentrum derzeit und was die den ganzen Tag so zu tun haben, erfuhren die Teilnehmer bei einem Rundgang über das große Areal. Da gibt es den Bereich der Kunststoffverwertung. Unterschieden wird in diesem Zusammenhang in die energetische und die stoffliche Verwertung. Energetisch oder auch thermisch bedeutet, dass Reste aus der kunststoffverarbeitenden Industrie zu Ersatzbrennstoffen beispielsweise für Zement- oder Kalkwerke verarbeitet werden. In den großen Schredder kommen aber nur saubere und keine gebrauchten Kunststoffe. Am Ende rieseln die Schnipsel auf einen großen Berg und warten darauf, verkauft zu werden.

Bei der stofflichen Verwertung handelt es sich meist um Mischkunststoffe, die gepresst, verpackt und dann weitergehandelt werden. Die Handelspartner des Verwertungszentrums sitzen in Deutschland und ganz Europa, aber auch in Asien. Mittlerweile recycelt das Unternehmen selbst. So werden die Kunststoffe fein säuberlich durch verschiedene Verfahren getrennt, gemahlen und dann beispielsweise an Spritzgussbetriebe verkauft. „Der Prozess ist mittlerweile beherrschbar“, berichtet Gisbert Schulte-Bücker , der gemeinsam mit Brinkschmidt die Geschicke des Unternehmens leitet. Was dabei herauskommt, hat in entfernter Form Ähnlichkeit mit Konfetti. Doch was so lustig- bunt ausschaut, wird regelmäßig und streng auf seine Zusammensetzung hin überprüft. Schließlich sollen die feinen Körner wieder zu neuen Kunststoffprodukten verarbeitet werden.

Eines ist Brinkschmidt noch sehr wichtig. Er will nicht von Müll sprechen, sondern von Wertstoffen. Denn die seien es, mit denen sein Unternehmen Geld verdiene.

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