Windenergie: Öffentlichkeit wird beteiligt
Artenschutzgutachten für Altstandorte

Ochtrup -

Das Thema Windenergie war am Mittwochabend einziger Tagesordnungspunkt im Ausschuss für Planen und Bauen. Das Gremium votierte in der Mehrheit dafür, den nächsten Schritt im Bauleitverfahren für den Sachlichen Teilflächennutzungsplan zu tun. Die Öffentlichkeit soll nun beteiligt werden.

Freitag, 09.10.2015, 15:10 Uhr

Der nächste Schritt: Beim Bauleitverfahren Windenergie wird nun die Öffentlichkeit beteiligt.
Der nächste Schritt: Beim Bauleitverfahren Windenergie wird nun die Öffentlichkeit beteiligt. Foto: dpa

Die Zuschauer im Ausschuss für Planen und Bauen hatten sich am Mittwochabend im Sitzungszimmer der Stadtwerke gerade auf ihren Stühlen niedergelassen, da durften sie auch schon wieder gehen. Nur etwa zehn Minuten dauerte der öffentliche Teil der Sitzung.

Auf der Tagesordnung stand das Thema Windenergie . Und der Ausschuss fasste schnell einen Beschluss. Bei drei Gegenstimmen der Freien Wähler stimmten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag der Stadtverwaltung zu, den nächsten Schritt im Bauleitverfahren für den sogenannten Sachlichen Teilflächennutzungsplan (STFP) Windenergie zu machen. Konkret bedeutet das: Die Öffentlichkeit sowie Behörden und Träger öffentlicher Belange werden beteiligt. „Das weitere Verfahren hängt nun davon ab, welche Bedenken oder Anregungen im Rahmen der Erstbeteiligung vorgetragen werden“, machte die Erste Beigeordnete Birgit Stening deutlich.

Insgesamt will die Stadt Ochtrup rund 450 Hektar Potenzialflächen als Windvorrangzonen ausweisen. Jede Konzentrationszone hat dabei eine Mindestgröße von 15 Hektar und soll drei Windkraftanlagen beherbergen können. Der Geltungsbereich des STFP umfasst das gesamte Stadtgebiet.

Der Ausschuss für Planen und Bauen gab in der Sitzung außerdem grünes Licht für die von der Bezirksregierung empfohlenen Artenschutzgutachten für Teilflächen der Altstandorte. Für diese bereits als Windvorrangzonen ausgewiesenen Flächen liegen bislang keine aktuellen Gutachten vor. Parallel zur Erstbeteiligung werden diese nun so schnell wie möglich in Auftrag gegeben. Erforderlich wird dabei zumindest die Stufe eins der Artenschutzprüfung. Abhängig von dem Ergebnis kann dann eine zweite, vertiefendende Prüfung erforderlich werden. Die Verwaltung hat bereits Kontakt mit den entsprechenden Gutachterbüros aufgenommen. Die Erste Beigeordnete betonte, dass vorzugsweise ein Büro beauftragt werden solle, das bereits an den Altstandorten tätig war, damit die Datenerfassung und damit der Zeitaufwand möglichst gering gehalten werde.

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