Stadtgeschichte(n)
Jedes Stück erzählt eine Geschichte

Ochtrup -

Die Sammlung von Jürgen Rempe ist für alle Ochtruper, die sich für Geschichte und Geschichten ihrer Heimatstadt interessieren eine Fundgrube. Teile der umfangreichen Privatsammlung sind seit dem Wochenende im Töpfereimuseum ausgestellt. 

Montag, 21.03.2016, 10:03 Uhr

Ein Zimmer im eigenen Haus muss dem Ochtruper Sammler Jürgen Rempe genügen, um seine Schätze zu horten, zu sortieren und zu dokumentieren. Anlässlich des 25. Geburtstages des Töpfereimuseums in Ochtrup durfte er sich etwas mehr im Museum ausbreiten. Die Ausstellung „Sehenswertes rund um Ochtrup“ eröffnet den Reigen von Ausstellungen mit Ochtruper Schätzen, der zur Vernissage am Freitag bereits einen Ansturm von Besuchern erlebte.

„Hier kann nur ein kleiner Teil seines Privatarchivs gezeigt werden. Die Bandbreite ist nämlich unbeschreiblich. Sie reicht von Schriften und Dokumenten über Gemälde und Zeichnungen bis hin zu gegenständlichen Stücken oder ausgefallenen Exponaten“, würdigte Bürgermeister Kai Hutzenlaub die Sammlung von Rempe. Mit Briefmarken und Münzen habe alles angefangen. Auch sie sind in der 40. Ausstellung des Töpfereimuseums zu sehen.

„Jedes Ausstellungsstück kann uns seine eigene kleine Geschichte aus unserer Heimatstadt erzählen“, verwies Hutzenlaub auf die Besonderheit der Schau, die unter den Besuchern angeregten Gesprächsstoff bot. Die Älteren erklärten den Jüngeren, was sie selbst noch gesehen und erlebt hatten, angefangen vom Tobi-Filmtheater Ochtrup über die Werksfeuerwehr der Firma Gebrüder Laurenz bis zum Luftbild dieser Firma vom 17. September 1954.

„Angefangen hat alles mit zwei Ansichtskarten, die ich auf dem Flohmarkt in Ochtrup erstanden habe“, erklärte Rempe. Sie zeigen die Villa Weiner und das Innere der Lambertikirche. Beide Karten sind in der Ausstellung zu sehen. Insgesamt hat er über 1000 Ansichtskarten zu Hause, die Ochtruper Motive zeigen. Das Gemälde der Stiftskirche in Langenhorst, die jahrzehntelang auf der Kegelbahn der Langenhorster Gaststätte Schmitz-Elshoff bis zur Veräußerung der Einrichtung hing, ist ebenso aufschlussreich.

Überall riecht es nach Ochtruper Geschichte, die ohne Rempes Initiative wohl irgendwann auf dem Müll gelandet wäre. „Vor 25 Jahren habe ich mit dem Sammeln angefangen. Vieles bekomme ich aus Haushaltsauflösungen“, ergänzte der 50-jährige, gelernte Tischler Rempe. Bei den Briefmarken haben ihn anfangs die Poststempel gereizt. Als das nicht mehr spannend genug war, kamen die Ansichtskarten, Dokumente von Firmen, Gemälde, Gläser, Untersetzer, Teller, Krüge mit Ochtruper Wappen oder Schriftzügen hinzu. „Papier kann man gut stapeln. Ochtruper Nachtigallen sammele ich mittlerweile nicht mehr. Davon habe ich schon zu viele“, schränkte Rempe die Sammeltätigkeit ein.

Zum Thema

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Mai (Sonntag) zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 8 bis 12 Uhr und 15 bist 17 Uhr sowie samstags (erst ab Mai) und sonntags von 15 bis 17 Uhr. Am 17. Mai (Sonntag) und am Museumstag (22. Mai) gibt es jeweils um 15 Uhr Führungen mit Jürgen Rempe durch die Ausstellung.

...
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3881711?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F4852054%2F4852064%2F
Uniklinikum schließt Schlafmedizin
Aus für Spezialklinik: Uniklinikum schließt Schlafmedizin
Nachrichten-Ticker