Verwüstung im Bienenhaus
Ochtruper streitet Tatvorwürfe ab

ochtrup -

Weil er ein Bienenhaus mehrfach beschädigt haben soll, stand am Mittwoch ein Mann aus Ochtrup vor dem Amtsgericht Steinfurt. Der Angeklagte war sich jedoch keiner Schuld bewusst und wies alle Vorwürfe von sich.

Freitag, 01.04.2016, 09:04 Uhr

Symbolbild 
Symbolbild  Foto: Mike Oelerich

Am Mittwoch stand ein 48-jähirger Ochtruper vor dem Amtsgericht in Steinfurt . Ihm wurde vorgeworfen, im vergangenem Jahr in einem Bienenhaus in der Wester mehrfach randaliert und dabei die Behausungen der Insekten (Beuten) schwer beschädigt zu haben.

Das Bienenhaus gehört einem Imker aus Ochtrup . Dieser sagte als Zeuge aus, zwischen Frühjahr und Herbst 2015 des öfteren Verwüstungen im Bienenhaus festgestellt zu haben. „Es wurden Waben aus den Kästen genommen, zerschnitten, herumgeworfen und einige Beuten sind auch verschwunden“, erklärte der Imker. Dadurch seien mehrere Bienenvölker gestorben. Außerdem schien es, als ob jemand in dem Haus gelebt hätte, berichtet er weiter. Im Juni habe er dann den Angeklagten im Bienenhaus gesehen und ihm einen Platzverweis erteilt. Daran hielt dieser sich offenbar nicht, denn ein Zeuge habe gesehen, wie er das Haus erneut betrat.

Der Angeklagte streitet die Tat jedoch ab. Er sei lediglich ein Mal in dem Bienenhaus gewesen und habe nichts beschädigt oder geklaut. „Ich habe da nur aufgeräumt“, erklärt er. Er sei zum Pilze sammeln im Wald gewesen und hätte das Häuschen zufällig entdeckt.

Ehe die Verhandlung fortgesetzt wird, soll zunächst ein Gutachten Klarheit über die Schuldfähigkeit des Angeklagten bringen. Dieser erwähnte gegenüber dem Gericht einen Krankenhausaufenthalt im vergangenen Jahr, bei dem er Medikamente eingenommen habe. Er konnte den Grund dafür jedoch nicht erklären.

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