Feuerwehr
Feuerwehr im Dauereinsatz

Ochtrup -

Ochtrups Feuerwehr war am Wochenende gefordert: Sie wurden zu drei Brandeinsätzen, darunter einem Feuer in einem Gewerbebetrieb, alarmiert.

Sonntag, 01.05.2016, 20:05 Uhr

Mit einem Großaufgebot
Mit einem Großaufgebot Foto: Keblat/Fahlbusch

Die Rauchentwicklung war bereits von weitem sichtbar: bis zu 70 Feuerwehrleute kämpften in der Nacht zum Samstag im Deipenbrook gegen die Flammen. Aus bislang ungeklärter Ursache war der Brand nach Mitternacht in einem Gewerbebetrieb ausgebrochen.

Um 0.53 Uhr sind die Frauen und Männer von der Freiwilligen Feuerwehr per Vollalarm alarmiert worden. Auch ein Rettungswagen und die Polizei eilten zu dem Einsatz. Anfangs waren die Einsatzkräfte noch davon ausgegangen, dass es sich bei dem betroffenen Gebäude um den Hagebaumarkt handelt.

Dazu Feuerwehr-Einsatzleiter Karl Wierling : „Wir sind gerufen worden wegen eines Vollbrandes bei der Firma Hagebau hier in Ochtrup, betroffen war aber ein älteres Gebäude, in dem heute ein Möbellager und ein Teil des Baumarktes untergebracht sind. Im Bereich des Heizungsraumes ist es zu dem Brand gekommen, dieser Raum ist auch komplett ausgebrannt und auch das Dach ist auf einer Größe von etwa 25 Quadratmetern durchgebrannt.“

Durch das schnelle und professionelle Vorgehen der bis zu 70 ehrenamtlichen Wehrleute von allen drei Standorten der Feuerwehr habe man zwar Schlimmeres verhindern können, aber „es war relativ schwierig hier an das Brandobjekt heranzukommen“, so Wierling, der weiter erläuterte: „Ein Problem war sicherlich, dass wir diesen fensterlosen Raum so von außen nicht betreten konnten. Aber auch das haben wir dann relativ schnell in den Griff bekommen.“

Eine weitere Gefahr: Asbest. Wierling: „Wir hatten die Problematik, dass es sich um ein Lagergebäude aus den 1980er Jahren handelt. Und da dies mit einer Eternitbedachung versehen ist, gehen wir davon aus, dass dieses Dach mindestens teilweise mit Asbest ausgelegt ist. Da kann es durch den Brand zu entsprechenden Ausflockungen kommen. Wir haben dieses weitere Problem in Rücksprache mit dem Landesumweltamt in Essen geklärt.“

Die Folge: die komplette Einsatzbekleidung aller direkt am Brandobjekt eingesetzten Kräfte wird speziell gereinigt. Noch an der Einsatzstelle wechselten zahlreiche Kräfte ihre Kleidung. Wierling: „Die Kleidung wird so separiert und einer fachgerechten Reinigung zugeführt. Eine Gefahr für Bevölkerung bestand hier bei diesem Brand aber auf keinen Fall.“ Stundenlang dauerten die aufwendigen Löscharbeiten.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei hat die weitergehenden Ermittlungen aufgenommen. Im Bereich der Einsatzstelle kontrollierten die Beamten deshalb zahlreiche Fahrzeuge und Personen, nachdem diese sich dem Brandobjekt immer wieder auffallend näherten.

Am Samstag schrillen um 13.13 Uhr erneut die Meldeempfänger der Wehrleute. Auf der Autobahnauffahrt Ochtrup Nord brannte ein Fahrzeug. Dem Fahrer gelang es jedoch, selbstständig den Vergaserbrand in den Griff zu bekommen.

Um 18.32 Uhr am Samstagabend wurde die Wehr zu einem Garagenbrand an der Hellstiege gerufen. Dieses Feuer entstand möglicherweise durch einen technischen Defekt. Der Wehr gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf gelagertes Brennholz hinter dem Gebäude zu verhindern. Bei diesem Einsatz waren insgesamt 35 Einsatzkräfte aus den Löschzügen Ochtrup und Langenhorst am Einsatzort.

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