Geplantes Multifunktionsgebäude am Schulzentrum
Schüler sollen beteiligt werden

Ochtrup -

Die Schüler sollen an der Gestaltung des geplanen Multifunktionsgebäudes am Schulzentrum beteiligt werden. Das hat der Ausschuss für Bildung und Sport am Mittwochabend beschlossen. Einstimmig fiel die Entscheidung jedoch nicht aus.

Freitag, 13.05.2016, 10:05 Uhr

Im Ladenlokal an der Weinerstraße will der Verein JAS, wie auch schon bei der Umgestaltung der Wallanlagen, die Workshops zur Gestaltung des geplanten Multifunktionsgebäudes für das Schulzentrum durchführen.
Im Ladenlokal an der Weinerstraße will der Verein JAS, wie auch schon bei der Umgestaltung der Wallanlagen, die Workshops zur Gestaltung des geplanten Multifunktionsgebäudes für das Schulzentrum durchführen. Foto: Anne Eckrodt

Dass es am Schulzentrum möglichst zeitnah ein Multifunktionsgebäude für alle drei weiterführenden Schulen geben soll, darin sind sich die Politiker in Ochtrup bereits einig. Im Ausschuss für Bildung und Sport diskutierten die Mitglieder nun über die Frage, ob es auch bei diesem Vorhaben, ähnlich wie bei der Gestaltung der Wallanlagen, ein Beteiligungsverfahren durch den Verein Jugend Architektur Stadt (JAS) geben soll. Die Meinungen gingen dabei deutlich auseinander.

Während die Verwaltung für diesen Vorschlag – geplant sind drei Workshops für Schüler, Lehrer, Elternvertreter sowie externe Akteure im Juni – von Seiten der Freien Wähler Zustimmung erntete (Petra Schule-Mesum: „Ich finde das ganz hervorragend.“), lehnten die Vertreter der CDU und auch der Leiter des Gymnasiums, Peter Grus, das Vorhaben ab. „Beteiligung an sich finden wir gut. Nur in diesem Fall sind die meisten Fragen bereits geklärt und eine zeitliche Verzögerung sollte vermieden werden“, so die Ansicht des Schulleiters. Wünsche, die nicht erfüllt werden könnten, würden zudem oft frustrieren. Ins gleiche Horn stieß auch Jürgen Helker (CDU). „Das Anforderungsprofil hat die Verwaltung gemeinsam mit den Schulleitern bereits erarbeitet. Ich sehe jetzt keinen Sinn darin, Geld für ein Beteiligungsverfahren auszugeben“, so Helker. Wichtiger sei es, einen Architektenwettbewerb auf den Weg zu bringen.

Anderer Meinung war da Maria Wiggenhorn (SPD). „Ich glaube nicht, dass die Verzögerung entscheidend ist. Das Geld wäre gut investiert, um die Schüler einzubeziehen und gemeinsam die Zukunft zu planen“, erklärte sie. Die Vertreterin des Jugendparlaments, Sophia Wiers, bestätigte die gute Zusammenarbeit mit JAS bei der Gestaltung der Wallanlagen.

Kosten würde das Beteiligungsverfahren etwa 12 000 bis 15 000 Euro. Die Ergebnisse könnten, so die Ausführungen von Britta Grotkamp vom Verein JAS, bereits im Juli vorgestellt werden. Da die Auftragssumme geringer als 20 000 Euro ist, benötigt die Verwaltung nur die Zustimmung des Ausschusses, nicht die des Rates. Und die bekam sie: Bei sieben Nein-Stimmen votierte das Gremium für ein Beteiligungsverfahren. Beim Architektenwettbewerb, der nun durchgeführt werden soll, herrschte wieder Einigkeit.

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