Feuerwehreinsatz an der Bültstraße
Leck an Gasleitung abgedichtet

Ochtrup -

Die Freiwillige Feuerwehr wurde am Dienstagmittag zu einem Großeinsatz an der Bültstraße gerufen. Bei den Arbeiten zur Umgestaltung des Lambertikirchplatzes hatte eine Baggerschaufel eine Gasleitung beschädigt, so dass Gas ausströmte. Vorsichtshalber wurden die angrenzenden Häuser evakuiert.

Dienstag, 31.05.2016, 13:05 Uhr

Feuerwehreinsatz an der Bültstraße : Leck an Gasleitung abgedichtet
Foto: Dieter Huge sive Huwe

Schreck in der Mittagszeit für etliche Anlieger der Bültstraße: Auf der Straße vor ihren Häusern verstummte der Lärm der Baufahrzeuge, statt dessen tönten Martinshörner. Und dann klopfte auch noch die Polizei an die Türen. Grund: Evakuierung wegen Gasalarms.

Rings um die Lambertikirche buddeln sich derzeit Fachfirmen durchs Erdreich, um Leitungen auszutauschen. Ein Baggerfahrer traf dabei, unmittelbar vor der Gaststätte Bücker, eine Leitung, in der Methangas fließt. Mit vernehmlichem Zischen entwich das Gas, der Geruch breitete sich sofort aus.

Nadelöhr

Alarm für die Feuerwehr – und zwar Vollalarm, wie Einsatzleiter Frank Piel im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte. Angesichts der noch unklaren Lage rückten sämtliche vier Löschzüge aus. Ein weiterer Grund: Ausgerechnet am aktuellen Nadelöhr Ochtrups, dort, wo sich mitten in der Innenstadt die Straße durch die Bauarbeiten zum Fußgänger-Durchlass verengt, hatte die Baggerschaufel die Leitung getroffen.

Wehrleute sicherten die umliegenden Straßen ab, sperrten mit Flatterband, schickten Radler und Fußgänger zurück. Auch die Polizeibeamten bemühten sich, Passanten, die sich mutig an die Einsatzstelle heranwagten, zurückzuschicken.

Löschwasser-Versorgung

Denn der Unfall war nicht ohne. Methangas bildet mit der Luft explosive Gemische. Die Wehr baute daher vorsichtshalber auch eine Löschwasser-Versorgung vom Dränkekreisel her auf. So hätte sie mit Löschschaum mögliche Brände bekämpfen können. Der Kreisverkehr war während des gut einstündigen Einsatzes ebenfalls für den Autoverkehr gesperrt worden.

Mitarbeiter der Baufirma und der Stadtwerke kletterten in die Baugrube, um das Leck abzudichten. Parallel dazu wurde mit einem Gasspürgerät immer wieder die Luft im Umkreis der Unfallstelle gemessen. Besonders in der Straße „Im Hook“ war der Geruch des ausströmenden Methan-Gases deutlich wahrnehmbar. Die Feuerwehrtrupps vor Ort hatten entsprechend Atemschutz angelegt. Eingreifen brauchten sie nicht, da der Einsatz nach etwa einer Stunde beendet werden konnte. Die Anlieger durften in ihre Häuser zurück.

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