Angeklagter zeigt sich reumütig
28-jähriger Ochtruper kommt mit Bewährungsstrafe davon

Ochtrup -

Ein 28-Jähriger aus Ochtrup zeigte sich jetzt reumütig. Als er sich wegen Diebstahls und anderer Delikte vor dem Amtsgericht Steinfurt verantworten musste, legte er eine Lebensbeichte ab.

Donnerstag, 09.06.2016, 20:06 Uhr

(Symbolbild) 
(Symbolbild)  Foto: Mike Oelerich

Das Vorstrafenregister des 28-Jährigen war beachtlich. Diebstahl , Hehlerei, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unterschlagung, Betrug, Einfuhr von Betäubungsmitteln – insgesamt 16 Mal war der Ochtruper seit 2003 straffällig geworden. Am Donnerstag musste er sich erneut wegen Diebstahls in fünf Fällen vor dem Steinfurter Amtsgericht verantworten. In Ochtrup und Steinfurt soll er zwischen September und November 2015 vier zum Teil hochwertige Fahrräder und einen Fahrradanhänger geklaut und anschließend verkauft haben. Mitangeklagt war ein 22-jähriger Ochtruper wegen Hehlerei. Das Gericht beschuldigte ihn, beim Verkauf des Diebesgutes behilflich gewesen zu sein. Beide bekannten sich zu den Tatvorwürfen und gelobten Besserung.

Die Geldstrafen hatten sich gehäuft. Um sie zu zahlen, habe ich neue Straftaten begangen.

Der Angeklagte

„Mein Leben war die Hölle. Die Geldstrafen hatten sich gehäuft. Um sie zu zahlen, habe ich neue Straftaten begangen“, beschrieb der 28-Jährige den Teufelskreis seiner kriminellen Handlungen. Mittlerweile, so der Angeklagte, habe er sein Leben neu geordnet. Er wohne jetzt mit seiner Freundin zusammen und habe eine feste Anstellung in einem Handwerksbetrieb. Bereits während der Ermittlungen der Polizei hatte der Ochtruper eine umfassende Lebensbeichte abgelegt. Angesichts der reumütigen Einlassung hielt die Staatsanwältin trotz des bewegten Vorlebens des Angeklagten eine Bewährungsstrafe für vertretbar. Um die neu gewonnene Lebensstruktur seines Mandanten zu bewahren, forderte der Verteidiger, ihm einen Bewährungshelfer zur Seite zu stellen.

Der Richter verurteilte den 28-Jährigen zu einer zehnmonatigen Freiheitsstrafe, die er aufgrund der positiven Sozialprognose auf drei Jahre zur Bewährung aussetzte. Während der Zeit wird ihm ein Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Außerdem hat er 200 Stunden gemeinnützige Arbeit zu verrichten. „Wenn sich nichts ändert, wird die Bewährung widerrufen“, warnte er den Beschuldigten. Der 22-jährige Mittäter muss 600 Euro Geldbuße zahlen.

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