Ferienspaß-Aktion
Kinder machen sich auf die Spur des Abwassers

Ochtrup -

Die Besichtigung des Ochtruper Klärwerks ist im Ferienspaß-Programm ein echter Klassiker. Jedes Jahr melden sich zahlreiche Mädchen und Jungen dafür an. Diesmal war die Nachfrage so groß, dass zwei Termine angeboten wurden.

Donnerstag, 04.08.2016, 14:08 Uhr

Das Beste kommt zum Schluss: Nachdem die Teilnehmer der Ferienspaßaktion das Klärwerk erkundet hatten, durften sie einen Praktikanten mit Wasserbomben bewerfen.
Das Beste kommt zum Schluss: Nachdem die Teilnehmer der Ferienspaßaktion das Klärwerk erkundet hatten, durften sie einen Praktikanten mit Wasserbomben bewerfen.

Was passiert eigentlich mit unserem Abwasser , nachdem es in die Kanäle gepumpt wurde? Das ist für viele Kinder offenbar eine sehr interessante Frage. Denn obwohl die Stadtwerke die Besichtigung der Kläranlage jedes Jahr im Rahmen der Ferienspaß-Aktion anbieten, ist das Interesse auch diesmal so groß, dass sie die Aktion in der kommenden Woche noch einmal für 30 weitere Kinder veranstalten.

Gemeinsam mit Norbert Feldevert erkunden sie an verschiedenen Stationen, wie das Abwasser Schritt für Schritt gereinigt wird. „Wir machen hier kein Trinkwasser, reinigen es aber so weit, dass es wieder zurück in den Bach fließen kann“, so der Mitarbeiter der Stadtwerke.

„Als erstes wird der grobe Dreck wie zum Beispiel das Toilettenpapier aus dem Wasser gefiltert“, erklärt er an der ersten Station. „Im nächsten Schritt fressen Bakterien dann den kleinen Schmutz auf.“

Nachdem diese das Becken mit den wirbelnden Propellern verlassen haben, sacken sie auf den Boden, sodass sie anschließend entwässert, gepresst und verbrannt werden können. Das geschieht natürlich alles in einzelnen Becken und Gebäuden, die von den Kindern und auch deren Begleitern sorgfältig unter die Lupe genommen werden. Denn nicht nur die jungen Teilnehmer, sondern auch so manche Eltern und Großeltern löchern Feldevert während des Rundgangs mit Fragen, die der Experte notfalls auch mit den passenden chemischen Formeln beantwortet.

Als Feldevert den Weg des Abwassers zum Schluss vor der großen Schalttafel zusammenfasst, möchte Sophie wissen, wie viel Wasser in der Kläranlage gereinigt wird. „Vier Millionen Liter am Tag“, erklärt Feldevert und richtet gleichzeitig einen Appell an die Teilnehmer: „Jeder kann selber darauf achten, dass das Wasser nicht zu schmutzig wird. Es gibt Leute, die Rasierklingen in die Toilette werden. Wenn dann eine Pumpe verstopft ist, haben wir blutige Hände.“

Nach ein paar süßen Kaltgetränken dürfen die Kinder dann auch selbst aktiv werden und Wasserbomben aus dem ersten Stock des Verwaltungsgebäudes schleudern. Der Praktikant hat sich dazu – selbstverständlich vollkommen freiwillig – als Zielobjekt zur Verfügung gestellt. Es ist schließlich auch eine Ferienspaßaktion.

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