Chemie-Unfall in Gewerbegebiet
Spezialisten machen ausgetretene Schwefelsäure unschädlich

Ochtrup -

(Aktualisiert) Großeinsatz nach ABC-Alarm: Ein Chemie-Unfall forderte am Dienstagnachmittag und bis in die späten Abendstunden hinein Feuerwehr-Kräfte aus dem gesamten Kreis Steinfurt. Bei der Ochtruper „Trifluor Kunststoff GmbH“ war hoch konzentrierte Schwefelsäure ausgetreten.

Mittwoch, 21.09.2016, 07:09 Uhr

Speziell ausgebildete ABC-Kräfte aus Emsdetten rüsteten sich mit Vollschutz-Anzügen aus, um die ausgetretene Säure zu neutralisieren.
Speziell ausgebildete ABC-Kräfte aus Emsdetten rüsteten sich mit Vollschutz-Anzügen aus, um die ausgetretene Säure zu neutralisieren. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Großeinsatz für Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Kreis im Gewerbegebiet „Am Langenhorster Bahnhof“. Die Leitstelle hatte gegen 14 Uhr ABC-Alarm ausgelöst, nachdem von der „Trifluor Kunststoff GmbH“ ein Chemie-Unfall gemeldet worden war. In dem kunststoffverarbeitenden Betrieb war hoch konzentrierte Schwefelsäure ausgetreten, als ein Behälter aus bislang unbekannter Ursache geborsten war.

Ein Mitarbeiter hatte nach Angaben der Feuerwehr den Chemie-Unfall als erster bemerkt. Die Freiwillige Feuerwehr aus Ochtrup löste Vollalarm aus, evakuierte die Firmengebäude und – als sich das Ausmaß des Einsatzes abzeichnete – auch umliegende Firmen in dem Gewerbegebiet „Am Langenhorster Bahnhof“. Einsatzleiter Andreas Leusing: „Von einem Mitarbeiter war eine Rauchentwicklung in dem Produktionsbereich gemeldet worden. Wir haben mit unseren Kräften vor allem zunächst darauf hingearbeitet, die Menschen aus dem Betrieb zu holen. Deren Evakuierung stand an erster Stelle.“

ABC-Einsatz am Langenhorster Bahnhof

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  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe
  • Ein Großeinsatz hält die Feuerwehr in Atem: Am Dienstagnachmittag sind Kräfte aus dem Kreisgebiet zu einem „ABC-Einsatz“ bei einem Unternehmen an der Straße „Am Langenhorster Bahnhof“ ausgerückt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

An die Bewohner angrenzender Straßenzüge erging die Aufforderung, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Diese Empfehlung wurde bis zum Abend hin aufrecht erhalten. Denn obwohl Spezialkräfte der Wehren aus Emsdetten und Ibbenbüren rasch vor Ort waren, dauerte es, bis die Ursache des Unfalls exakt eingegrenzt war.

In ABC-Schutzanzügen zur Säure

Nur in Vollschutz-Anzügen gingen die Trupps in die Hallen, nahmen Proben und entdeckten schließlich die Ursache für den Unfall.

Der Ausgleichsbehälter, so erläuterte ein Pressesprecher der Feuerwehr, gehöre zu einem Prozess in dem Unternehmen, in dem Kunststoffe recycelt werden. Er enthielt 95-prozentige Schwefelsäure. Glück für die Wehr: Unterhalb des Behälters gibt es eine Auffang-Wanne. Doch die Neutralisierung der aggressiven Chemikalie mit Kalk war ebenfalls nur unter Vollschutz möglich. Ein zeitraubender und für die Feuerwehrmänner auch körperlich hoch belastender Einsatz, so der Sprecher.

Die Feuerwehrleute, die in der Halle eingesetzt waren, wurden in einer eigens eingerichteten Dekontaminationsanlage von Kameraden gesäubert, bevor sie die Schutzanzüge ablegten.

Keine erhöhten Werte in Luft und Wasser

Insgesamt waren bei dem  Großeinsatz in Ochtrup 123 Feuerwehrleute vor Ort. Messfahrzeuge kontrollierten die Außenluft der Umgebung auf ausgetretene Dämpfe hin, Mitarbeiter der örtlichen Stadtwerke untersuchten das Abwasser. Erhöhte Werte wurden nach Angaben der Feuerwehr vom Abend aber nicht registriert. 

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