“Opa Heinrich“ wohnt jetzt in Ochtrup
Spieleteam der Lamberti-Bücherei gewinnt Gaming-Wettstreit

Ochtrup -

„Opa Heinrich“ wohnt jetzt in Ochtrup. Dabei handelt es sich nicht um einen älteren Herren, sondern um den Pokal eines Spiele-Wettbewerb zwischen verschiedenen Bibliotheken, den das Team der Bücherei St. Lamberti aus Ochtrup gewonnen hat.

Donnerstag, 29.09.2016, 06:09 Uhr

Siegerfoto: Das Team der Bücherei St. Lamberti feierte den Sieg beim Gaming-Wettbewerb in Borken. Die goldene Trophäe soll nun in den Räumen der Lambertibücherei am Marktplatz ausgestellt werden.
Siegerfoto: Das Team der Bücherei St. Lamberti feierte den Sieg beim Gaming-Wettbewerb in Borken. Die goldene Trophäe soll nun in den Räumen der Lambertibücherei am Marktplatz ausgestellt werden. Foto: Olaf Lewejohann

Wer in diesen Tagen die Bücherei St. Lamberti besucht, dem wird dort wohl sofort die große goldene Spielfigur auffallen, die seit Anfang der Woche auf dem Tisch zur Aus- und Entleihe steht. Es ist die Trophäe des Gaming-Teams, das sich seit Anfang des Jahres einmal im Monat in den Räumen am Marktplatz trifft, um gemeinsam zu „zocken“. Dort hat sich ein fester Kreis mit Teilnehmern zwischen neun und 64 Jahren zusammenfunden, die alle eine Leidenschaft vereint: Der Spaß am Spielen.

Egal ob Karten-, Brett- oder Konsolenspiele – bei ihnen kommt alles auf den Tisch oder ins Laufwerk, was die Regale der Bücherei hergeben. Jetzt fand in Borken zum ersten Mal ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Bücherei-Teams statt, bei dem neben dem Gastgeber auch Gruppen aus Lüdinghausen, Raesfeld, Geldern und eben Ochtrup teilnahmen. Nach vielen Erfolgen und kleinen Rückschlägen stand das Team aus der Töpferstadt am Ende ganz oben in der Ergebnisliste – und darf nun die auf den Namen „Opa Heinrich“ getaufte Trophäe sein Eigen nennen.

„Wir haben geschaut, wer oft zu uns kommt, um sich Spiele auszuleihen und diese Leute dann gezielt angesprochen“, erzählt Büchereileiter Olaf Lewejohann . Ausschlaggebend für die Idee sei ein Workshop des internationalen Gaming-Coaches Christoph Deeg gewesen, an dem alle hauptamtlichen Mitarbeiter der Bücherei teilgenommen haben. Er habe die Teilnehmer dazu motiviert, als Abschluss des Projektes einen solchen Wettbewerb zu veranstalten.

„Das war logistisch natürlich eine Herausforderung, weil die Büchereien so weit auseinanderliegen“, erzählt Lewejohann von unzähligen Treffen sowie Facebook-, WhatsApp- und Telefonkonferenzen, die für die Planung des Wettbewerbs notwendig waren.

23 Spiele standen auf dem Programm, wobei sich die Organisatoren dafür oftmals ganz spezielle Regeln und Varianten ausgedacht hatten. So sollte beispielsweise das Spiel „Speed Cups“, bei dem die Teilnehmer mit bunten Bechern unterschiedliche Aufgaben lösen müssen, mit Backhandschuhen gespielt werden. Und beim Konsolenspiel „Dirt“ galt es, das Autorennen mit verbundenen Augen zu absolvieren. Hier war schließlich Teamwork gefragt, denn ein weiterer Teilnehmer durfte dem Spieler mit dem Controller Anweisungen geben. Die Strategie der Ochtruper: Arne Joan Wenning stand hinter Phil Groom und klopfte ihm immer auf die Schultern, um in die entsprechende Richtung zu lenken. „Das haben uns die anderen Teams danach leider nachgemacht“, berichtet Arne Joan.

Glänzen konnten die Ochtruper vor allem beim entscheidenden Hangman-Spiel. Lewejohann zufolge sei dem Team insbesondere die gute Altersstruktur zugute gekommen.

Und wie geht es nun weiter? „Die Borkener haben schon Entführungspläne geschmiedet“, verkündet Lewejohann mit einem Blick auf sein Handy. „Wir sind also gezwungen, das noch einmal zu machen“. Das Team sollte also weiter fleißig trainieren, um den Titel erfolgreich verteidigen zu können.

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