Sachlich bleiben
Baustelle Lambertikirchplatz

Keine Frage: Die lange – und erneute – Sperrung der Bültstraße ist mehr als ärgerlich. Besonders die Gewerbetreibenden rund um den Kirchplatz, die enorme Einbußen in Kauf nehmen müssen, trifft die Baustelle empfindlich. Fehler wurden sicherlich gemacht, und ja, so kann es wahrlich nicht weitergehen. Doch: Von Emotionen getragene Schuldzuweisungen helfen hier nicht.

Dienstag, 22.11.2016, 17:11 Uhr

Natürlich haben gewählte Vertreter wie Martin Grave die Aufgabe, die Meinungen der Bürger in den politischen Gremien widerzuspiegeln. Aber sie müssen auch filtern, einordnen und auf sachlicher Ebene argumentieren. Denn Ziel muss es sein, die Sache gemeinsam voranzubringen und Lösungen zu finden statt sich anzufeinden. Natürlich ist es legitim, die Frage zu stellen, wer die Verantwortung dafür trägt, dass Dinge schieflaufen – und selbstverständlich erfordert die gegenwärtige Situation Nachdruck. Aber auf möglichst objektive und nüchterne Art und Weise.

Es ist richtig, dass die Verwaltung hinsichtlich der Bauarbeiten auf einem einwandfreien Ergebnis besteht, statt unter dem gegenwärtigen Druck womöglich Mängel in Kauf zu nehmen. Den Mitarbeitern im Rathaus zu unterstellen, sie wollten die Geschäftsleute absichtlich schädigen, ist doch sehr weit hergeholt. Vielleicht hätte an dieser Stelle auch der Bürgermeister, der in der Sitzung anwesend war, seinen Kollegen zur Seite springen können.

In jedem Fall gilt es nun, einen kühlen Kopf zu bewahren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Wie Andreas Volkery in der Sitzung schon richtig feststellte: Ein großer Teil der Baumaßnahme liegt schließlich noch vor den Och­trupern.

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