Projektorchester beeindruckte durch präzises Zusammenspiel
Musiker meistern die Klippen

Ochtrup -

Alle Achtung: Beim Vorspiel des vor einiger Zeit gegründeten Projektorchester des Musikschulzweckverbandes der Stadt Ochtrup und der Gemeinden Neunkirchen, Wettringen und Metelen wurde nahezu alles – von Bach bis zum Blues – geboten.

Dienstag, 28.03.2017, 05:03 Uhr

Artur Antrade präsentierte eine Romanze für Horn und Orchester von Camille Saint-Saëns.
Artur Antrade präsentierte eine Romanze für Horn und Orchester von Camille Saint-Saëns. Foto: Martin Fahlbusch

Musikschulleiter Andreas Hermjakob freute sich, dass trotz des verlockend frühlinghaften Wetters die Stühle im Vorspielraum in der Villa Winkel gerade so für den erfreulichen Andrang ausreichten. Das machte die zwölf Musiker und die Geigensolistin Judith Lüttermann sowie Artur Antrade ( Horn ) naturgemäß stolz, aber steigerte auch das Lampenfieber. Egal, gemeinsam wollte es dieses altersgemischte kleine Orchester schon schaffen. Und genau das freute auch Hermjakob. „Ich finde es prima, dass hier Generationen und Familienmitglieder gemeinsam musizieren“, so der Musikschulleiter.

Leider nicht mit einem Stück aus der zeitlich für einen gemütlichen Sonntagnachmittag passenden Kaffeekantate, aber immerhin mit Johann Sebastian Bachs Bauernkantate wurden die Zuhörer willkommen geheißen. Dirigentin und Musikpädagogin Rebecca Martin achtete auf präzises Zusammenspiel und exakte Einsätze – ganz wichtige Grundpfeiler eines guten (Klein-) Orchesterklangs.

Mit dem Dirigenten Luis Antrade kam dann eine neue Herausforderung auf die

Judith Lüttermann

Judith Lüttermann Foto: Martin Fahlbusch

Musikergemeinschaft und vor allen Dingen auf die 18-jährige Geigensolistin Solistin Judith Lüttermann zu. Auf den Notenpulten lag die Violinromanze Nr. 2 in F-Dur op. 50 von Ludwig van Beethoven. Hier galt es nicht nur für Judith Lüttermann, die engagiert und konzentriert die Klippen dieses Werks meisterte, eine Balance zwischen der Sologeige und den gesamten Klangkörper hinzubekommen. Heftiger Beifall zeigte, das es wohlgelungen war.

Erleichterung bei allen merkte man bei dem anschließenden „Turkey in the Straw“, das leicht und locker gespielt wurde.

Das Konzerthorn ist ein sehr schwieriges Instrument. Umso mehr war der Zuhörer überrascht und angetan, wie souverän der achtjährige Artur Antrade an der Seite seines dirigierenden Vaters eine Romanze für Horn und Orchester von Camille Saint-Saëns präsentierte, die bestens geprobt war. Schon bei dem vorletzten Stück „Tambourin“ merkte man die nunmehr gelöste Stimmung im gesamten Ensemble. Und dann lieferte das kleine Orchester den pfiffigen Beweis ab, dass es sich durchaus auch als rhythmisch betonte „Blues Band“ vorstellen konnte. Viel anerkennender Beifall gab es für die etwas andere Sonntagsnachmittagsgestaltung.

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